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Uni-Hannover
14. März 2017

Projekt lang Reallabor Arbste neues Leben für alte Höfe

Der Hof Arbste 7 war über Jahrhunderte ein landwirtschaftlicher Betrieb mit wechselvoller Geschichte, einer der größten in der Grafschaft Hoya; erste Erwähnungen der Hofstelle datieren aus dem 15. Jahrhundert. Aufgrund seiner Größe und seiner Bedeutung war der Hof neben der...

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Der Hof Arbste 7 war über Jahrhunderte ein landwirtschaftlicher Betrieb mit wechselvoller Geschichte, einer der größten in der Grafschaft Hoya; erste Erwähnungen der Hofstelle datieren aus dem 15. Jahrhundert. Aufgrund seiner Größe und seiner Bedeutung war der Hof neben der landwirtschaftlichen Tätigkeit für alle seine BewohnerInnen – Bauern und Bäuerinnen, Mägde und Knechte – von jeher ein gesellschaftlicher Mittelpunkt. Der Verein Land & Kunst e.V. setzt sich dafür ein, die Geschichte des heute teils bewohnten, teils leerstehenden und denkmalgeschützten Hofes, eines die Kulturlandschaft prägenden Ensembles, aufzuarbeiten und mit neuen kulturellen und gemeinschaftlichen Aktivitäten wieder zu beleben. Es gilt nun, die seit rund 15 Jahren existierenden Kulturangebote einer improvisierten Raumnutzung in einen nachhaltig gesicherten Betrieb zu überführen. Dabei sind Gebäudeteile zu sichern, andere auch anzufügen und in das Gesamtensemble zu integrieren. Im Rahmen der Lehrveranstaltung sollen – auf Basis der älteren und jüngeren Geschichte dieses Anwesens sowie einer sorgfältigen Bau- und Umgebungsaufnahme – Ideen zur Umnutzung und sozialräumlich abgestützte, baulich-räumliche Konzepte entwickelt werden. Gemeinsam mit der aktiven Bevölkerung vor Ort und den politisch-administrativen Verantwortlichen können die Potentiale und Möglichkeiten in Interviews und ExpertInnengesprächen eruiert und in bedarfsgerechte und maßgeschneiderte Architekturkonzepte umgesetzt werden. Baukultur wird dabei nicht nur als ästhetisch-formale Qualität verstanden, sondern als ein umfassendes Prinzip, das auch Überlegungen zu einem -Guten Leben- mit einschließt. Dabei führt die Verschneidung von ruralen und urbanen Elementen zu neuen zukunftsfähigen Formen des Zusammenlebens im ländlichen Kontext. Theoriebasierte Projektarbeit aufgrund inhaltlicher Inputs, eigenem Literaturstudium und Internetrecherchen sowie Begehungen und Befragungen vor Ort, gemeinsame Bestandsaufnahmen und Diskussionen sowie wissenschaftliche und konzeptionelle Einzelarbeit prägen den Ablauf der Lehrveranstaltung. Kietzke, Lisa, Dipl.-Ing. M.Sc. Weitere Dozentin für diese Lehrveranstaltung ist Anna Drewes (M.Sc.) Universität Hannover SoSe 2016 Architektur, Master of Science Prof. Dr. sc. techn. Zibell Barbara sc techn