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Uni-Kassel
14. März 2017

Projekt Baustelle EU Architektur für ein sich wandelndes Europa

Ob Flüchtlingsfrage oder Ukraine-Konflikt, ob Griechenlandkrise oder Brexit: Wir stehen vor der Frage, wie geht es weiter mit der Europäischen Union. Wird die europäische Einigung vertieft oder gar teilweise rückgängig gemacht? Wir als Architekten sind nicht kompetent, auf diese Fragen...

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Ob Flüchtlingsfrage oder Ukraine-Konflikt, ob Griechenlandkrise oder Brexit: Wir stehen vor der Frage, wie geht es weiter mit der Europäischen Union. Wird die europäische Einigung vertieft oder gar teilweise rückgängig gemacht? Wir als Architekten sind nicht kompetent, auf diese Fragen eine Antwort zu geben. Aber wir können uns einer anderen offenen europäischen Frage widmen: der Repräsentationskrise. Wo findet die EU einen adequaten architektonischen Ausdruck? Welches Bild haben wir von der EU im Kopf?   Für die Euro-Währung gibt es inzwischen den Neubau der EZB, der als erstes europäisches Gebäude eine gestalterische Signifikanz aufzeigt. Doch ob Brüssel, Luxemburg, Straßburg oder Den Haag: Wir haben Politikerköpfe, EU-Flaggen, Drehtüren, und Rednerpulte vor Augen, aber keine Architektur.   Hinzu kommt etwas weiteres: Die wichtigsten politischen Entscheidungen in Europa erfolgen nicht in den regulären Institutionen ob Kommission, Parlament oder Rat sondern in je nach Thema und Krise zusammengesetzten ad-hoc-Verhandlungsrunden mit Vertretern nationaler Regierungen, europäische Institutionen und internationaler Organisationen.   Die EU braucht einen offenen Verhandlungsraum, einen runden Tisch, einen architektonischen Ort für den zentralen Modus ihres Agierens. Das Entwurfsprojekt geht auf die Suche nach einem adequaten architektonischen Ausdruck für die Europäische Union. Für den Entwurf sollen zunächst die medialen Bilder entworfen werden, welche die dominante Wahrnehmung des Ortes sind, und daraus wird das architektonische Objekt als Inszenierungsmaschine entwickelt.   Begleitend: - Exkursion (mit Exkursionsseminar) nach Brüssel und Luxemburg in der Exkursionswoche - Theorieseminar zum Thema Repräsentation und Symbolik. Für Vertiefer verpflichtend, anderen Projektteilnehmern wird die Teilnahme dringend empfohlen (anrechenbar als Pflichtfach Architekturtheorie)   Projekttag ist Dienstags ab 14.00, i.d.R. Raum 1130   Erstes Treffen aber bereits Donnerstag, 15.10., 14.00 Raum A 1130! FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel WiSe 2015/16 Architektur Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Oswalt Philipp