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Uni-Kassel
14. März 2017

Projekt Demografiemonitoring für den Landkreis

Der demografische Wandel stellt städtische und ländliche Räume in Deutschland vor große Herausforderungen. Diese Veränderung der Gesellschaft, bezogen auf Alterststruktur und Wanderungsbewegungen, hat massive Auswirkungen für Politik, Planung und Gesellschaft. Durch die Verknüpfung von statistischem Demografiemonitoring mit Geoinformationssystemen lassen sich...

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Der demografische Wandel stellt städtische und ländliche Räume in Deutschland vor große Herausforderungen. Diese Veränderung der Gesellschaft, bezogen auf Alterststruktur und Wanderungsbewegungen, hat massive Auswirkungen für Politik, Planung und Gesellschaft. Durch die Verknüpfung von statistischem Demografiemonitoring mit Geoinformationssystemen lassen sich solche demografischen Entwicklungen kleinräumig konkret nachvollziehen. Dies kann eine gute Entscheidungshilfe sein wenn es z.B. um zukünftige politisch-planerische Entscheidungen im Rahmen der Daseinsvorsorge geht. Im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau Ost wurden mit Monitoringsystemen und der Auswertung von Einwohnermeldeamtsdaten zahlreiche positive Erfahrungen gemacht. So konnten im städtischen Raum Hintergründe und Zusammenhänge der Bevölkerungsentwicklung auf Quartiersebene erkannt und nachvollzogen werden und die planerische Eingriffe und Maßnahmen konnten anhand von tatsächlichen Entwicklungen strategisch ausgerichtet werden. Insbesondere im ländlichen Raum wird ein solches kleinräumiges Demografie Monitoring bisher jedoch nur selten eingesetzt. Dabei stellt der Demografische Wandel gerade die ländlichen Räume vor große Herausforderungen. Natürlich gibt es zahlreiche Demografie Monitoringsysteme die sich auch mit dem ländlichen Raum beschäftigen und versuchen die Bevölkerungsentwicklung aufzuzeigen. Diese Monitoring Betrachtungen werden oft vom Bundesland oder der Region (Regionalplanung) durchgeführt und machen in der Regel an der Gemeindegrenze halt. Wie die Entwicklung unterschiedlicher Ortsteile innerhalb einer Gemeinde aussieht, können und wollen solche großräumigen Systeme nicht nachvollziehen. Für einzelne Gemeinden hingegen lohnt sich der Betrieb ein solches Monitorsystem in der Regel nicht, da innerhalb der Gemeinde die Bevölkerungsentwicklung eh bekannt ist. Dennoch stellt sich uns die Frage wie können wir die demografische Entwicklung im ländlichen Raum für eine Region (z.B. Landkreis) auch auf Ortsteileben nachvollziehen, um unsere Daseinsvorsorge zukünftig gezielter zu steuern. Die kleinräumigen Bevölkerungsdaten sind bei den Einwohnermeldeämtern ohnehin vorhanden, sie müssten nur automatisiert verknüpft und anschließend ordentlich, anonymisiert ausgewertet werden. Anschließend bietet sich natürlich die Verknüpfung mit unterschiedlichen bereits bestehenden Informationssystemen an. Insbesondere Leerstands- oder Infrastrukturkataster können auf der Basis von Demografiedaten noch umfassender ausgewertet werden. Im Projekt werden wir uns neben der theoretischen Annäherung an das Thema Monitoring in Planungsprozessen mit Praxiserfahrungen im Rahmen des Stadtumbau Ost beschäftigen, um im Anschluss eine konkretes Monitoringsystem für eine Beispielregion im Landkreis Kassel auszuprobieren. Weitere Infos in kürze. FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel SoSe 2013 Architektur Stadt- und Regionalplanung V.-Prof. Dr. Beeck Sonja V