Uni-Kassel
14. März 2017Projekt Mobilität im Jahr 2020
Der demographische Wandel ist seit geraumer Zeit in der öffentlichen Diskussion: Rückläufige Geburtenzahlen, steigende Lebenserwartung, Verschiebung der ethnischen Zusammensetzung sowie der Haushaltsgrößen unsere Gesellschaft wird -weniger, älter und bunter-. Was bedeutet dies zukünftig für die Mobilität in unseren Städten...
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Jetzt Lernplan erstellenDer demographische Wandel ist seit geraumer Zeit in der öffentlichen Diskussion: Rückläufige Geburtenzahlen, steigende Lebenserwartung, Verschiebung der ethnischen Zusammensetzung sowie der Haushaltsgrößen unsere Gesellschaft wird -weniger, älter und bunter-. Was bedeutet dies zukünftig für die Mobilität in unseren Städten und Regionen? Verkehr ist kein Selbstzweck, sondern entsteht durch die unterschiedlichsten Aktivitäten, die in und außerhalb einer Stadtregion ausgeübt werden und in den letzten Jahrzehnten zu einem zunehmend entfernungsintensiven Lebensstil geführt haben.
Welche Mobilitätsbedürfnisse resultieren aus unserem gesellschaftlichen Wandel? Mit welcher eventuell radikal anderen räumlichen Verteilung der Mobilität müssen wir rechnen (u. a. durch weitere Bevölkerungsverluste in ländlichen Räumen)? Wie könnten Mobilität und Verkehr in unseren Städten und Regionen im Jahr 2020 aussehen? Welche unterschiedlichen Faktoren (Mobilitätsbedürfnisse, Alltagszeiten, Siedlungsstrukturen etc.) spielen hierbei eine Rolle? Diese Fragen gewinnen gerade in der Stadt- und Verkehrsplanung zunehmend an Bedeutung und werden daher im Rahmen des zweisemestrigen Projekts -Mobilität im Jahr 2020- aufgegriffen und untersucht. Ein besonderes Augenmerk soll hierbei auf den -Modal Split- bzw. einen zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehr gelegt werden. Die Veranstaltung wird daher von der Arbeitsgruppe Integrierte Verkehrsplanung (AG Via) gemeinsam mit Prof. Rainer Meyfahrt (Vorstand der KVG) angeboten. In dem Projekt werden durch eine von der Projektgruppe konzipierten und durchgeführten Untersuchung in den Regionen Kassel und Darmstadt-Dieburg Erkenntnisse über Mobilitätsbedürfnisse in verschiedenen Lebensphasen gewonnen und hieraus als Beitrag zur Erarbeitung von Zukunftsmodellen verkehrsplanerische Handlungsansätze und Maßnahmen erarbeitet. Die Projektergebnisse sollen am Ende des zweiten Projektsemesters im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung verschiedenen kommunalen Vertretern präsentiert werden. Im zweiten Projektsemester können noch 6 weitere Teilnehmer aufgenommen werden.
Literaturhinweise: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (Hrsg.): Mobilität in Deutschland. Ergebnisbericht, 2002, Internet: www.kontiv2002.de.
Krämer-Badoni, Thomas / Kuhm, Klaus: Mobilität. In: Häußermann, Hartmut (Hrsg.): Großstadt: Soziologische Stichworte, Opladen, 2000, S. 162-173.
Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen: Demographische Veränderungen Konsequenzen für Verkehrsinfrastrukturen und Verkehrsangebote. In: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.): Informationen zur Raumentwicklung, Heft 6, 2004, S. 403-417.
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
SS2006
Honorarprofessor
Meyfahrt Rainer Honorarprofessor