Uni-Kassel
14. März 2017Projekt Energy landscapes Die landschaftsarchitektonische Dimension von Unterflur Pumpspeicherwerken
Energy landscapes – Die landschaftsarchitektonische Dimension von Unterflur-Pumpspeicherwerken Die Universitäten Duisburg-Essen und Bochum stellten Ende 2011 den ersten Teil einer Machbarkeitsstudie zum Thema Unterflur-Pumpenspeicherwerke in ehemaligen Steinkohlengruben vor. Das System der Pumpenspeicherwerke dient der Speicherung überschüssiger Energie (Energievorratshaltung). Das technische...
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Die Universitäten Duisburg-Essen und Bochum stellten Ende 2011 den ersten Teil einer Machbarkeitsstudie zum Thema Unterflur-Pumpenspeicherwerke in ehemaligen Steinkohlengruben vor. Das System der Pumpenspeicherwerke dient der Speicherung überschüssiger Energie (Energievorratshaltung). Das technische Prinzip wird weltweit bereits seit langem genutzt: Wasser fließt von einem hoch gelegenen in ein tiefer gelegenes Becken, durchläuft dabei Turbinen, diese erzeugen Strom. Gibt es im Stromnetz Energieüberschuss, wird das Wasser wieder in das höher gelegene Becken gepumpt. Für diese Form der Speicherung wird ein entsprechendes Relief benötigt, was üblicherweise lediglich in Bergregionen zu finden ist.
Neu ist die Überlegung das -unterirdische Relief- der Bergstollen im Steinkohlebergbau zu nutzen. In einem oberirdischen Speichersee auf dem Zechengelände wird Wasser gespeichert. Dieses wird bei Energiebedarf als Triebwasser durch die so genannten Druckrohre bzw. den Druckstollen in die Turbine geleitet. Die Fallhöhe durch die bis zu 9m hohen Leitungen beträgt um die 1000m. Die Turbine erzeugt Strom der umgehend ins Netz gespeist wird.
Anschließend wird das Wasser in unterirdischen Reservoirs gespeichert.
Bei Stromüberschuss bzw. günstigen Strompreisen wird das Wasser über einen weiteren Schacht an die Erdoberfläche in das Speicherbecken zurück gepumpt.
Oberirdisch werden folglich Speicherbecken, Umspannungswerk, Wärmetauscher und Vorfluter technisch notwendige Bauwerke sein. Als Mittelpunkt der Anlage ist jedoch der riesige oberirdische, nur temporär mit Wasser gefüllte Stausee zu sehen.
Durch die technische Innovation könnten bahnbrechende neue Nutzungsperspektiven für ehemalige Zechengelände (Steinkohleabbau) entstehen. Bisher wird dabei lediglich die technische Dimension untersucht.
Da jedoch technisch bedingt große oberirdische Stauseen entstehen müssen, entwickelt sich zwangsläufig auch eine gleichrangig bedeutsame freiraumplanerische und landschaftsarchitektonische Dimension, der bisher keinerlei Beachtung geschenkt wird.
Diese Fragestellungen sollen u.a. im Projekt ausgelotet und in prinzipielle gestalterisch-räumliche Entwurfslösungen mit hohem Nutzungsqualität überführt werden.
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
WiSe 2012/13
Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung
Univ.-Prof. Dipl.-Ing.
Röntz Ariane