Uni-Dortmund
14. März 2017Projekt F 10 Planung für den Katastrophenfall Raumplanung und Risikomanagement im urbanen Raum der Italienischen Alpen
Planungsbehörden können eine wichtige Rolle bei der Reduzierung von Katastrophenrisiken spielen. Sie können praktisch als Entscheidungsträger betrachtet werden sowie auch als richtungsweisende Berater, was ihre Rolle bei der Entwicklung von urbanen Räumen betrifft, die der Gefahr von Naturrisiken ausgesetzt sind....
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Jetzt Lernplan erstellenPlanungsbehörden können eine wichtige Rolle bei der Reduzierung von Katastrophenrisiken spielen. Sie können praktisch als Entscheidungsträger betrachtet werden sowie auch als richtungsweisende Berater, was ihre Rolle bei der Entwicklung von urbanen Räumen betrifft, die der Gefahr von Naturrisiken ausgesetzt sind. Dies kann beispielsweise erreicht werden durch eine bestimmte Grundstücksnutzung, durch Gebäudestandards, die darauf abzielen Siedlungen und Infrastrukturen zu schützen, wie z.B. traditionelle Bauvorschriften oder Sicherheitsvorschriften gegen Hochwasser, sowie auch durch Umsiedlungsaktivitäten. Diese Behörden sind zwar wichtig, aber sie sind nur einer von den vielen Akteuren, die beim Management von Risiken involviert sind und ihre Rolle wird (in der Praxis) oft als weniger wichtig angesehen als die von anderen Akteuren. Dies ist der Hauptgrund für das zu untersuchende Thema in der Friuli-Venezia-Giulia (FVG) Region in den Italienischen Alpen.
Die Einwohner der Kommunen Malborghetto-Valbruna und Pontebba haben in der FVG Region bereits extreme Hochwasser und Erdrutsche erlebt. In dieser schönen und touristischen Gegend haben Leute ihre Häuser gebaut und Ihre Existenzen über ein Jahrhundert lang aufrechterhalten. Allerdings sind Ihre Siedlungen mitunter auf gefährdeten Flächen gebaut, die konkret als Gefahrenzonen gekennzeichnet sind. Dies ist ein fortdauerndes Problem für die Weiterentwicklung dieser Region. Meinungsverschiedenheiten kommen vor zwischen den Akteuren (Wasserbehörden und Geologischen Ämtern sowie lokaler Verwaltung) bezüglich der Flächen, die bebaut und die nicht bebaut werden können. Planungsbehörden als einer von vielen Akteuren, die zum Risikomanagement beitragen, spielen eine sehr passive Rolle. Dies führt zu der Frage, ob ihre Rolle gestärkt werden kann? Welcher Nutzen könnte damit gewonnen werden, um das Katastrophenrisiko zu verringern?
Zweck und Ziele:
Das Projekt wird die Rolle der Planungsbehörden in der Fallstudienregion (die Kommunen Malborghetto-Valbruna und Pontebba in der Friuli-Venezia-Giulia Region) untersuchen und insbesondere, wie diese Behörden ihre Leistung verbessern können, um das Risiko von Naturkatastrophen in der Region zu minimieren.
Voraussetzung:
Das Projekt wird in deutsch und englisch durchgeführt.
Logistik und zusätzliche Informationen:
Die Exkursion könnte wie folgt stattfinden: Die Studierenden können zum Flughafen Marco Polo in Venedig fliegen und von da aus nach Triest fahren. Triest kann als Aufenthaltsort genommen werden, um von da aus die Ortsbegehungen und Besuche der genannten Kommunen zu unternehmen. Viele der potentiellen Interviewpartner sind ebenfalls in Triest ansässig. Während der Ortsbegehungen (und einiger potentieller Interviews) können die Studierenden in Unterkünften innerhalb der Kommunen unterkommen. Die Entscheidung, ob die Studierenden mehr Zeit in den Bergen oder in der Stadt verbringen wollen (und/oder Venedig besuchen), können sie selbst treffen.
Die voraussichtlichen Kosten werden ca. 400 € betragen (Flug, Jugendherberge und Fahrten zu Ortsbegehungen)
Dieses Projekt wird in Partnerschaft mit dem EU FP7 Projekt CHANGES durchgeführt (http://www.changes-itn.eu/) und mit der speziellen Unterstützung und Partnerschaft vom IRPI (Forschungsinstitut für Hydro-Geologischen Schutz) des CNR (Consiglio Nazionale delle Ricerche), Italien.
Sprague, Teresa , M.Sc.
B.Sc. RP (2007): Erfolgreicher Abschluss von Modul 2 zur Teilnahme am F-Projekt. (Stichtag: Anmeldung auf der F-Projekt-Börse)
B.Sc. RP (2012): Erfolgreicher Abschluss von Modul 2 zur Teilnahme am F-Projekt. (Stichtag: Anmeldung auf der F-Projekt-Börse)
Prüfung: Modulprüfung (unbenotet), 2 Studienleistungen (unbenotet)
Prüfungsform: Abschlussbericht inkl. Disputation
Studienleistungen: (A) Exposé; (B) Zwischenpräsentation, Plakat und Abstract im Rahmen des Projektmarktes
Technische Universität Dortmund
WiSe 2013/14
Flex, Florian , Dipl.-Ing.
Dr.
Runje Jacqueline