Uni-Kassel
14. März 2017Projekt Kunstpark Himmelsfels
- Erstellen eines B-Plan-Entwurfs für den -Kunstpark Himmelsfels- in Spangenberg - * * In Spangenberg ist in über 25 Jahren Handarbeit auf einem ehemaligen Kalksteinbruch ein künstlicher Berg entstanden – der sog. -Himmelsfels-. Das knapp 8ha große Gelände mit seiner...
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In Spangenberg ist in über 25 Jahren Handarbeit auf einem ehemaligen Kalksteinbruch ein künstlicher Berg entstanden – der sog. -Himmelsfels-. Das knapp 8ha große Gelände mit seiner einzigartigen terrassenförmigen Landschaftsarchitektur ist im Januar 2007 als unverlierbarer Besitz in die Werner Pfetzing Stiftung Himmelsfels eingegangen, die sich die Förderung der Jugendarbeit, der Religion, der Integration und der Kunst zum Ziel gesetzt hat.
Aus dem Himmelsfels soll nun ein Kunstpark werden. Dieser Kunstpark stellt insofern eine planerische Herausforderung dar, als hier kein festes, gleich bleibendes Kunstwerk mit starr angelegten Orten und Kunstwerken entstehen soll, sondern ein Ort im Wechselspiel von Natur und Mensch, der sich beständig verändert. Skulpturen und Bauten sollen dabei leichte oder sogar mobile Formen ohne Fundamente haben und sich in die Natur einfügen, bzw. von ihr mitgeprägt werden. Die Natur soll in einer experimentellen Landschaftsarchitektur gleichberechtigt neben das künstlerische Schaffen treten. Im Zentrum des Kunstparks Himmelsfels steht die bereits begonnene -Weltstadt auf Rädern-, eine Ansammlung von künstlerisch umgestalteten Bauwagen, die verschiedene Länder und Kulturkreise repräsentieren.
Der zu erstellende B-Plan soll verschiedene Anforderungen vorausschauend berücksichtigen, eine Grobplanung festlegen und Geländeanteile mit verschiedener Nutzung ausweisen. Dabei sollen kleinere Flächen für die notwendige Infrastruktur des Parks und weiträumigere Flächen für fliegende Bauten, Skulpturen und Gartenkunstwerke abgegrenzt werden. Grünflächen für Spiel, Freizeitarbeit und Parkmöglichkeiten sollen ausgewiesen werden.
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Die Vorarbeit unter Federführung der Stiftung ist schon weit vorangeschritten. Eine längere Konzeptionsphase mit Hilfe verschiedener Architekten und in enger Absprache mit der Stadt Spangenberg ist abgeschlossen, ein Vorentwurf wurde ausgearbeitet. Der gesamte B-Plan soll nach Absprache mit dem Regierungspräsidium in Form eines Sondergebiets aufgestellt werden. Landschaftsplanerische Anregungen für die B-Plan-Erstellung liegt bereits vor. Vorabsprachen mit der oberen und der unteren Naturschutzbehörde und der Straßenverkehrsbehörde sind einvernehmlich gelaufen.
Nun muss der B-plan im Detail ausgearbeitet werden und dann zur öffentlichen Anhörung und zu den Trägern öffentlicher Belange. Von Seiten der Stadt Spangenberg werden die Abläufe beratend unterstützt und von durch die Stiftung eine kontinuierliche und konzeptionelle Begleitung gewährleistet.
Das Projekt bzw. die Studienarbeit bietet die praxisnahe Gelegenheit, eine ungewöhnliche, gemeinnützige Arbeit zu sichern und die Grundlage für einen besonderen Ort mit experimentellem Charakter zu schaffen. Bei guter Durcharbeitung wird der Entwurf zur Planreife gebracht. (Mehr Informationen unter www.himmelsfels.de)
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
WS 2008/2009
Architektur
Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung
Univ.-Prof. Dipl.-Ing.
Eichenlaub Alexander