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Uni-Kassel
14. März 2017

Projekt Mach's Dir selbst II

Wir setzen unser Do-It-Yourself-Projekt aus dem WS auf zwei Ebenen fort. 1. WERKSTATT Das Potenzial von Tiefziehmaschine, Multi-Touch-Screen, 3D-Plotter, Papierschöpfanlage, Multifunktionsfräse und 3-D Scanner soll ganz im Sinne des Open-Source-Gedankens für all Studierenden nutzbar gemacht werden. Für die bereits gebauten...

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Wir setzen unser Do-It-Yourself-Projekt aus dem WS auf zwei Ebenen fort. 1. WERKSTATT Das Potenzial von Tiefziehmaschine, Multi-Touch-Screen, 3D-Plotter, Papierschöpfanlage, Multifunktionsfräse und 3-D Scanner soll ganz im Sinne des Open-Source-Gedankens für all Studierenden nutzbar gemacht werden. Für die bereits gebauten Geräte wollen wir zunächst eine unkompliziert zugängliche Werkstatt einrichten. Es ist an Euch, Bedarf und Bedingungen einzuschätzen und sowohl organisatorische als auch räumliche und bauliche Fragen zu klären. Die Werkstatt soll nicht nur eine Idee bleiben, sondern ganz real funktionieren! Anschließend sollt Ihr als erste Nutzer das Spektrum der Möglichkeiten ausloten und eigene Vorhaben realisieren: Welches individuelle aber auch gesellschaftliche Potenzial liegt in der Verfügbarkeit von High-Tech-Low-Budget-Maschinen? Was heisst es, wenn ich mir den zerbrochenen Bügel meiner Sonnenbrille selbst ausdrucken kann? Wie lassen sich die Geräte miteinander verknüpfen? Und nicht zuletzt: welches Verfahren würde ich selber gern entwickeln, welche Maschine bauen? 2. MATERIAL Ausgehend von der eigenen Wahrnehmung und Vorstellung, sollen Materialien eingesetzt in neuen Kontexten neue Eigenschaften entfalten können. Was können wir über den Ausdruck eines von uns erzeugten Mediums und dessen Kontext herausfinden? Ist ein Objekt mehrere Millionen Jahre alt oder ist es Teil eines lebenden Organismus? Um das herauszufinden, müssen Grenzverhalten von Materialien ausgelotet werden, z.B. durch Erhitzen oder Sprengen. Was heißt das für den weiteren Umgang? Beim Experimentieren mit verschiedenen Medien gibt es Situationen, die sich steuern lassen, etwa digital oder elektronisch, und wiederum Andere, die in unbestimmte und unscharfe Abbildungen kippen, etwa durch materialspezifische Verhalten. Es gilt Medien zu verwenden, die allgegenwärtig, Euch bei genauerer Betrachtung viel Potential bieten, wie Staub, Milch, Wachs, Wasser, Holz, Beton, Acryl, Lösungsmittel, Elektrizität, Licht, Folien, Rauch, Schaum. Grundkenntnisse in Modellbau, Elektrotechnik, Programmierung, Film und Fotografie können hilfreich sein. Zur gezielten Untersuchung von Prozessen sind Versuche in der Chemie, Physik oder Biologie erwünscht. Die Experimente werden als Mini-Szenarien vorgestellt und in geeigneten Darstellungen, filmisch, fotografisch, zeichnerisch, objekthaft festgehalten. Diese werden dann wiederum den Ausgangspunkt für weitere Experimente bilden. Die entstandenen Prozesse/ Produkte/ Ausdrucksformen in Verbindung mit der WERKSTATT zu verstehen und in deren Maschinenpark zu integrieren ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Projekts. Für alle, die Lust an praktischer Arbeit haben und es als Chance begreifen, sich selbst ein Ziel zu setzen und ein individuelles Vorhaben zu realisieren. Zu Beginn des Projekts werden wir eine Recherche-Exkursion nach Berlin machen. Das Projektangebot richtet sich an Studierende aus A, S L und Bildender Kunst und ist nach Rücksprache auch offen für Studierende aus anderen Fachbereichen. Dienstags 14.00 -17.30 UHR FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel SoSe 2011 Architektur Architektur Univ.-Prof. Klussmann Heike