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Uni-Kassel
15. März 2017

Projekt Out of Equilibrium II Untersuchung der Anomalie des Seltsamen des Anderen

Zugang zum Thema ist das kritische Hinterfragen des Konzepts der Kontinuität, des Glatten und Homogenen - Komponenten, die normalerweise als selbstverständlich in der Welt der digitalen Entwurfstechniken angesehen werden. Obwohl das Konzept der Heterogenität ein enormes Möglichkeitspotential im digitalen Medium...

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Zugang zum Thema ist das kritische Hinterfragen des Konzepts der Kontinuität, des Glatten und Homogenen - Komponenten, die normalerweise als selbstverständlich in der Welt der digitalen Entwurfstechniken angesehen werden. Obwohl das Konzept der Heterogenität ein enormes Möglichkeitspotential im digitalen Medium bietet - ähnlich aber differenziert im Typ - geht es im generellen Diskurs hauptsächlich um homogene Differenzierungen der gleichen Einheit. Dies führt zu meist nur minimale topologische Veränderungen mit dem Fokus adaptiver Veränderungen einer deformierten Einheit (Unit), die nicht ausreichend sind, um die eigentliche Typologie zu hinterfragen. Die Differenzierung und der Integrationsprozess dieser Module basieren strukturell auf dem begrenzten System der Vorhaltung und Erhaltung. In unserer Einheit werden wir einen Schritt weitergehen, indem wir ausgeglichene Systeme destabilisieren. Hiermit provozieren wir Friktion, Verrenkungen, Fremdheit, Mutationen, Unterbrechungen = Anomalien. Es geht um das Erwecken des Unerwarteten und Unvorhergesehen. Diese Störungen sind vorab nicht zu klassifizieren. Sie entziehen sich der Reichweite klassischer Kategorisierungen, sind zunächst ausgestoßen, unbekannt und nicht funktionsfähig In diesem Sinne bergen sie das Potential für das Entstehen einer neuen Deutung des Unbekannten, Funktionalen, Performativen. Einer neuen Ästhetik Das Semester ist in 3 Teile gegliedert: 1. Einleitende Übung basierend auf drei digitalen Design-Methoden, um das Unausgewogene zu provozieren: a. Kollision: durch Fusion, Hybridisierung, Nebeneinanderstellen, vernestete Objekte, Verbinden zweier oder mehrerer verschiedener Körper b. Addition oder Subtraktion eines Externen Agenten in einem bestehenden System, um eine Störung des gegebenen Status quo zu schaffen. c. Stress einer lokalen Situation innerhalb eines gegebenen globalen System. Exzess eines Bereichs wird den Unterschied für das gesamte System markieren. Teil 1 ist eine Gruppenarbeit, in der ausgewählte architektonische Beispiele als Basis der Untersuchung der einzelnen Methoden dienen. Jeder Teil wird durch technische Workshops (basierend vor allem auf Rhinoceros-Plattform) und digitale Herstellungstechnik-Workshops (Laser-Cutter, CNC-Fräsen und Rapid-Prototyping-Maschinen) begleitet. Für die praktische Anwendung und Übersetzung digitaler in physische Modelle. 2. Research & Experimente Individuelle Arbeiten, bei denen jede(r) Student/in ein erarbeitetes Thema aus Teil 1 fortsetzt, weiterentwickelt und weitere Möglichkeiten des untersuchten Systems zu erkundet. 3. Herstellung eines digitalen Proto-architektonischen Objekt Individuelle Arbeit. Entwurf eines Proto-architektonischen Objektes auf Basis eines Möbelstücks. In diesem Teil wird das erarbeitete System der Studierenden auf Basis eines Möbeldesigns getestet. Anmerkungen Das Lehrgebiet Digitale Entwurfstechniken bietet ein Semesterprogramm an, das parallel in zwei Gruppen I (donnerstags) und II (freitags) bearbeitet wird. Begleitend zu dem Projektangebot wird das Seminar SYSTEMIC ANOMALIES II' angeboten. Für Teilnehmer des Projektes ist das Seminar obligatorisch.

FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel WiSe 2016/17 Lehrveranstaltungspool FB 06 G.-Prof. Bergmann Mirko