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Uni-Kassel
14. März 2017

Projekt Raum für soziale Experimente

Das Projekt zielt auf die Teilnahme am studentischen Wettbewerb der Schader-Stiftung, des SRL e.V. und des Deutschen Werkbunds Baden-Württemberg „Raum für soziale Experimente — zum Angehen gesellschaftlicher Probleme“ Der studentische Wettbewerb will die Entwicklung innovativer und zukunftsweisender Ideen fördern und...

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Das Projekt zielt auf die Teilnahme am studentischen Wettbewerb der Schader-Stiftung, des SRL e.V. und des Deutschen Werkbunds Baden-Württemberg „Raum für soziale Experimente — zum Angehen gesellschaftlicher Probleme“ Der studentische Wettbewerb will die Entwicklung innovativer und zukunftsweisender Ideen fördern und unterschiedliche Fachdisziplinen zusammenführen. In diesem Sinne werden ausdrücklich alle, mit dem Thema im engeren oder weiteren Sinne befassten Fakultäten dazu aufgerufen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Die Form der Beiträge ist grundsätzlich offen. Thema Statt die gesellschaftlichen Herausforderungen, die sich uns zur Zeit und in absehbarer Zukunft stellen, nur in Gedanken, Publikationen und Diskussionen anzugehen, könnten Pioniere der Gesellschaft den vorhandenen Raum nutzen, um Lösungsmöglichkeiten für Probleme, innovative Vorgehensweisen und neue Formen des Miteinanders praktisch auszuprobieren und vorzumachen. Unsere Gesellschaft wird geprägt durch eine Vielzahl von Problemen, denen wir uns heute schon gegenüber sehen oder die wir in absehbarer Zeit zu lösen haben werden. Kursorisch genannt seien hier • der demographische Wandel, der mit einer veränderten Alterszusammensetzung der Bevölkerung ökonomische, politische und soziale Herausforderungen mit sich bringen wird, • die scheinbar ansteigende Kluft zwischen Einheimischen und Migranten, die sich in sozialen oder religiösen Unterschieden, aber auch in wirtschaftlichen Benachteiligungen und der Verwehrung von Perspektiven zeigt, • die Verringerung der Zahl der Bewohner von Städten oder Landstrichen, bei gleichzeitigem Wachstum von Ballungsräumen bzw. im internationalen Vergleich sogar bei exzeptionell wachsenden Städten, • die Herausforderungen, die sich energiepolitisch und ökologisch stellen, • die auffallende Konstellation aus wachsender Individualität und Mobilität bei gleichzeitig ansteigender Sehnsucht nach Gemeinschaftlichkeit und Heimat, • die Möglichkeiten, die der virtuelle Raum für soziale Interaktionen eröffnet, • der Wandel der Arbeitswelt, die sich zum einen dem Alltagsleben annähert (etwa bei Heimarbeitsplätzen), die zum anderen lebensfeindliche Ansprüche stellt, • die Anpassung des Bildungssystem an die Erfordernisse der heutigen und zukünftigen Gesellschaft. „Raum für soziale Experimente“ bedeutet einerseits, dass man den gedanklichen Freiraum schafft, um neue Ideen, auch ungewöhnliche Ansätze zuzulassen und auszuprobieren. Es bedeutet zugleich, dass es physischen Raum geben muss. Soziale Experimente können in gebauter — sei es neu zu bauender oder im Rahmen bereits bestehender baulicher Strukturen — oder in unbebauter Fläche stattfinden. Blatt 3 – Fortsetzung- Der Raum bildet Grenzen und bietet Möglichkeiten für das soziale Gefüge, das sich in ihm ausbreitet bzw. ausbreiten soll. „Raum für soziale Experimente“ bedeutet andererseits, dass wir nicht einfach den Raum bereitstellen und abwarten, was zwischen den Menschen in diesem Raum geschieht. Das Wort „Experiment“ zeigt auf, dass ein wissenschaftlicher Ansatz erwartet wird. Thesen über Zusammenhänge von Strukturen und menschlichen Handlungen müssen gegeben sein. Die Bedingungen, unter denen die Menschen leben und handeln, müssen soweit möglich, kontrolliert werden. Wir suchen Vorschläge oder Beispiele raumbezogener, sozialer Experimente, die sich den Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels stellen. Von den eingereichten Arbeiten wird erwartet, dass • sie einen modellhaften Beitrag zu einer oder mehreren Facetten des gesellschaftlichen Wandels leisten, • sie bei plausiblen Konzepten innovative Wege aufzeigen, • sie sowohl die sozialen Zusammenhänge als auch die räumlichen Strukturen in wissenschaftlicher Weise in den Fokus nehmen. Zur Einwahl in das Projekt wird die Teilnahme am Seminar „Raum für soziale Experimente“ im WS 2007/08 vorausgesetzt. Ausnahmen bedürfen der besonderen Absprache. Es wird auf die koordinierte Veranstaltung von Dr. Schuster „Sozialpsychologie und Raum“ im FB 07 hingewiesen. Ausschreibung der schader stiftung: Wettbewerb „Raum für soziale Experiment“ im Internet unter www.schader-stiftung.de Projektreffen: Dienstags 14.00 h FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel SS 2008 Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Eichenlaub Alexander