Uni-Kassel
14. März 2017Projekt S O S Einführungsprojekt
Im vorangegangenen Entwurfsstudio haben wir uns mit den Potentialen und Möglichkeiten architektonischer Eingriffe in bestehende Strukturen beschäftigt: Resträume und Fragmente wurden durch programmatische und räumliche Transformationen neu qualifiziert. Vier unterschiedliche Orte in Berlin mussten neu erfunden und baulich ergänzt werden....
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Jetzt Lernplan erstellenIm vorangegangenen Entwurfsstudio haben wir uns mit den Potentialen und Möglichkeiten architektonischer Eingriffe in bestehende Strukturen beschäftigt: Resträume und Fragmente wurden durch programmatische und räumliche Transformationen neu qualifiziert. Vier unterschiedliche Orte in Berlin mussten neu erfunden und baulich ergänzt werden. Das Pendeln zwischen Stadt und Objekt sowie die Einflussnahme auf die gegenseitigen Wechselwirkungen wurden anhand von vier Kurzentwürfen trainiert. Die entwerferischen Entscheidungen gingen hierbei noch von einer stark eingegrenzten Raumidee aus.
Im nun folgenden Projekt arbeiten wir uns anhand eines einzigen Semesterentwurfes vom Großen zum Kleinen vor. Direkt vor unserer Tür wollen wir unsere Untersuchungen des städtischen Raumes beginnen und eine konkrete Entwurfsaufgabe ansiedeln. Ziel ist ein ebenso konzeptioneller wie konkret detaillierter Gebäudeentwurf auf dem Gebiet der alten Henschel-Fabriken und dem Industrieareal entlang der Gottschalkstrasse.
Für unseren chronisch unterversorgten Fachbereich soll ein kleines und kostengünstiges Ateliergebäude mit studentischen Arbeits- und Projekträumen unter dem zeitgemäßen Credo viel Raum für wenig Geld zwischen die Bestandsgebäude gefügt werden. Dafür sind zunächst der perfekte Ort, die richtige Kubatur und die vielfachen Wechselwirkungen zwischen Altem und Neuem zu finden und zu entwickeln. Wir wollen untersuchen, inwieweit aus d en Parametern des zu analysierenden Stadtraumes und seinen strukturellen Verknüpfungen eine Gebäudeidee abgeleitet werden kann.
Um uns der Idee von maximalem Raum bei reduzierter Konstruktion anzunähren, werden wir baulich-konstruktive Methoden kennen lernen, gegenüberstellen und weiterentwickeln.
Das Projekt im Sommersemester ist in einzelne, aufeinander aufbauende Arbeitsschritte und wechselnde Analyse- und Entwurfsaufgaben gegliedert. Im Ergebnis erlernen die Teilnehmer die Fähigkeiten, Methoden und Instrumente des kontextuellen, konzeptionellen und konstruktiven Entwurfes zu entwickeln und anzuwenden um eine abstrakte Raumidee in ein konkretes, realisierbares Projekt übersetzen zu können.
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
SS2007
Univ.-Prof. Dipl.-Ing.
Augustin Geor