Uni-Kassel
14. März 2017Projekt Sonntags im Park im Jahre 2023
Sonntags im Park…im Jahre 2023 Städtische Parks stehen zunehmend vor neuen Herausforderungen: Ansprüche an öffentliche Freiräume haben sich stark verändert, die Budgets und die Personalausstattung für Pflege und Unterhalt sinken, der Klimawandel ist real. Eines der auffälligsten Signale derartiger Entwicklungen...
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Städtische Parks stehen zunehmend vor neuen Herausforderungen: Ansprüche an öffentliche Freiräume haben sich stark verändert, die Budgets und die Personalausstattung für Pflege und Unterhalt sinken, der Klimawandel ist real. Eines der auffälligsten Signale derartiger Entwicklungen ist die Inanspruchnahme von Parks als
Event-Ort. Zur Aufbesserung der knappen städtischen Kassen etablieren sich Massenveranstaltungen, die zwar von kurzer Dauer sind, aber zumeist deutliche Spuren hinterlassen.
Auch wenn die komplette Neuanlage eines Parkes (scheinbar) mehr entwurfliche Freiheit und als eine größere Herausforderung erscheint – ein mindestens ebenso wichtiges und unerwartet attraktives Arbeitsfeld ist der intelligente Umgang mit vorhandener Substanz, das sensible Weiterentwickeln und prozesshafte Begleiten bestehender Parks im Sinne neuer Aufgaben und Rahmenbedingungen. Eine Tätigkeit, die für die Kommunen Alltag ist. Nur in der Gartendenkmalpflege kommt diesem Aspekt der Landschaftsarchitektur allerdings bisher das gehörige Maß an Wahrnehmung und Anerkennung zu.
Ein Hamburger Park von Otto Linne dient uns als Forschungsobjekt und Entwurfsort. Aus einem tiefen Verständnis seines gestalterisch-räumlichen Potentials und seines Nutzungsprofils gilt es als notwendig erscheinende konkrete Veränderungen abzuwägen. Welche strukturellen Anpassungen sind notwendig? Genügen punktuelle Eingriffe? Wie vereinbaren sich diese mit einem gartendenkmalpflegerischen Schutzstatus? Kann und sollte man eine Anlage im Sinne seines Entwerfers -unsichtbar- weiter entwickeln oder kann sie neu interpretiert werden, damit sie den zeitgenössischen Ansprüchen vielleicht besser gerecht wird? Sind zeitgenössische Bestandteile nicht auch als solche erkennbar zu gestalten, welche Chancen liegen vielleicht auch gerade im Kontrast zwischen alt und neu?
Das Projekt baut inhaltlich auf dem Master-Seminar Hamburger Stadtlandschaften (Modul C-2.3-40, Bedeutende Konzepte und Projekte der Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung) des WS 2012/ 13 auf. Es steht zudem im Zusammenhang mit dem 100-jährigen Jubiläum der Grünverwaltung Hamburgs (BSU), deren erster Direktor Otto Linne war, einer der bekanntesten deutschen Landschaftsarchitekten.
Im Projekt integriert sind Workshops zu Fotografie und Video um die Möglichkeiten der Analyse und des Entwurfsprozesses zu erweitern. Zeitlich liegt hierbei der Schwerpunkt in der Kompakt- und Exkursionswoche (integrierte Exkursion nach Hamburg vom 13.-17.05.13).
Das Projekt richtet sich an MA-Studierende der Landschaftsarchitektur/ Landschaftsplanung mit einschlägiger Entwurfserfahrung. Es ist nicht für Entwurfsanfänger/-einsteiger geeignet.
Das Projekt ist als Basis einer weiterführenden Studienarbeit geeignet.
Für die erfolgreiche Teilnahme am Projekt ist neben einer aktiven Teilnahme an den Plena und an Exkursion/ Workshops die kontinuierliche, gemeinsame Arbeit im Studio Voraussetzung.
Leistungsnachweis: zeichnerische und schriftliche Ausarbeitung einschließlich Dokumentation der Workshops (Abgabe bis 09.08.13), Präsentation des Projektergebnisses beim Projektrundgang
Workload:
12 cp, 8 SWS; 360 Std. workload gesamt, davon 270 Std. in der VL-Zeit/ 90 Std. in der VL-freien Zeit (u.a. Erarbeitung des Projektreaders)
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
SoSe 2013
Lehrveranstaltungspool FB 06
Architektur
Univ.-Prof. Dipl.-Ing.
Röntz Ariane