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Uni-Kassel
14. März 2017

Projekt Stadtradiale Wolfhager Straße und ihre Quartiere

Stadtradialen und die sich an diesen aufreihenden Quartiere sind räumliche Grundbausteine des Städtebaus. Sie bilden den Kern einer auf Tragfähigkeit (Resilienz) und Nachhaltigkeit gerichteten Erneuerungsstrategie. Zugleich stellen sie ein enormes Konfliktpotenzial, insbes. in verkehrlicher, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht dar. Kassel...

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Stadtradialen und die sich an diesen aufreihenden Quartiere sind räumliche Grundbausteine des Städtebaus. Sie bilden den Kern einer auf Tragfähigkeit (Resilienz) und Nachhaltigkeit gerichteten Erneuerungsstrategie. Zugleich stellen sie ein enormes Konfliktpotenzial, insbes. in verkehrlicher, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht dar. Kassel gehört zu den europäischen Städten, die auf einem Radialsystem aufgebaut sind wie Berlin, Paris, Moskau u.a. Die Wolfhager Straße ist eine typische Radiale. An ihr reihen sich ehemalige Dorflagen, Siedlungen und Gewerbeanlagen aneinander. Zugleich ist sie stark vom Durchgangsverkehr und von sehr verschiedenen sozialen Situationen geprägt. Sie steht im Schatten der anderen großen Radialen der Stadt, wie der Wilhelmshöher Allee oder der Leipziger Straße. Auf der anderen Seite regen sich seit langem zahlreiche Initiativen, um dieser Straße, aber auch den jeweiligen Quartieren ein neues Image, eine neue Zukunft zu geben im Kontext der Gesamtstadt. In dem Projekt soll mit diesen Initiativen eng kooperiert werden. Das Projekt ist auf zwei Ebenen angelegt: Die Radiale insgesamt und ausgewählte Quartiere an dieser. Das Ziel besteht darin, eine raumfunktionale Strategie zu entwickeln, Vorschläge für ausgewählte Bereiche zu erarbeiten und einen Beteiligungsprozess gemeinsam mit den Akteuren zu konzipieren. Es werden Kurzexkursionen durchgeführt und Vor-Ort-Beratungen mit den Akteuren stattfinden. Im Projekt werden verschiedenen Methoden der Strategiebildung und der Beteiligung erörtert und praktisch angewandt. Das Ergebnis werden eine Konzeptstudie, Modelle und strategische Pläne sein. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt gemeinsam im Projekt und mit den Akteuren, die bereits in die Vorbereitung involviert sind.       Literatur:   Bodenschatz, Harald / Aljoscha Hofmann / Cordelia Polinna (Hg.)(2013): Radialer Städtebau. Abschied von der autogerechten Stadtregion. Berlin Kegler, Harald (2015): Resilienz: Ein neues Leitbild lernen, in: SRL e.V. (Hg.): Jahrbuch für Städtebau Beiträge zu Stadtentwicklung und Städtebau, SRL-Schriften 57, Berlin, S. 57-64 FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel SoSe 2016 Stadt- und Regionalplanung Architektur Univ.-Prof. Dr.-Ing. Altrock Uwe Ing