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Uni-Dortmund
14. März 2017

Projekt Strategische Stadt und Regionalentwicklung Gesundheit Stadt und soziale Gerechtigkeit am Beispiel von Hamburg

Gesundheit, Stadt und soziale Gerechtigkeit am Beispiel von Hamburg (Stadtteile Wilhelmsburg, St. Pauli und HafenCity) Der Berufsstand der Stadtplanung wurde von einer Vision der -Guten- Stadt geboren. Anforderungen an Hygiene, Licht und Luft sowie an die soziale Wohlfahrt bildeten Ende...

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Gesundheit, Stadt und soziale Gerechtigkeit am Beispiel von Hamburg (Stadtteile Wilhelmsburg, St. Pauli und HafenCity) Der Berufsstand der Stadtplanung wurde von einer Vision der -Guten- Stadt geboren. Anforderungen an Hygiene, Licht und Luft sowie an die soziale Wohlfahrt bildeten Ende des 19. Jahrhunderts die Grundlage für baupolizeiliche Regelungen und formulierten die Anforderungen an die Stadttechnik in Bezug auf Sauberkeit des Trinkwassers, Entsorgung des Abwassers, Hygiene in den Schlachthöfen, Krankenhäuser, Schulen, Friedhöfe und Sportanlangen. Viele städtebaulichen Leitbilder und insbesondere das rechtliche Instrumentarium greifen mit ihren Aussagen - etwa zur Lage, Besonnung, Belüftung und Belichtung der Wohnung und der Wohnviertel, der Lage und Größe von Grün- und Erholungsflächen, zur Erreichbarkeit der Arbeits- und Bildungsstätten oder die Unvereinbarkeit von Wohnen und Industrie - zentrale Aspekte auf, die eine gesunde und lebenswerte Stadt ausmachen. Auf die Gesundheit wirken verschiedene Verhaltens- wie auch Verhältnisfaktoren, die durch eine gesundheitsförderliche Stadtentwicklung und -planung unterstützt werden können. Eine gesundheitsorientierte Planung kann beispielsweise negative Auswirkungen (Schadstoffemissionen, Lärm etc.) der städtischen Umwelt auf die Bevölkerung vermeiden oder reduzieren. Stadtplanung kann aber auch ausdrücklich zur Gesundheitsförderung (z.B. durch Schaffung von Grün- und Bewegungsräumen) der dort lebenden Menschen beitragen. Über die Jahre sind verschiedenste Leitfäden und Gestaltungskriterien für eine gesundheitszuträgliche Stadtgestaltung entwickelt worden, dazu gehört bspw. der Leitfaden -A healthy city is an active city- von Edwards & Tsourou (2008) zur Bewegungsförderung in der Stadt. In gesundheitsrelevanten Planungsvorhaben ist insbesondere der Mensch in seiner sozialen Lage zu berücksichtigen. Sowohl nationale als auch internationale Publikationen zeigen eindrücklich, dass Menschen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status (gemessen an Bildung, Beruf, Einkommen) einen schlechteren gesundheitlichen Zustand aufweisen. Darüber hinaus sind sozioökonomisch deprivierte Bevölkerungsgruppen teils schlechteren Umweltbedingungen ausgesetzt, was wiederum Einfluss auf ihre Gesundheit haben kann. Das Themenfeld der Umweltgerechtigkeit befasst sich neben diesen Aspekten der sozial-räumlichen Ungleichverteilung von Gesundheitsrisiken auch von Gesundheitsressourcen. In Kooperation mit Masterstudierenden der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld wird am Beispiel sozial-räumlich unterschiedlicher Stadtteile Hamburgs die Beziehung zwischen räumlichen und sozialen städtischen Bedingungen analysiert und in ihrer Bedeutung für die Gesundheit der dort lebenden Bewohnerinnen und Bewohner diskutiert, um Erkenntnisse und Handlungserfordernisse für Stadt- und Raumplanung zu erkennen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen sollen in einem interdisziplinären Dialog Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Lebenssituation aufgezeigt und erste umsetzungsbezogene Projektideen entwickelt werden. Im Rahmen des Projektes findet in Kooperation mit der Fakultät für Gesundheitswissenschaften vom 30.5. - 1.6.2012 eine verpflichtende Exkursion nach Hamburg statt. Darüber hinaus sind zur Vor- und Nachbereitung der Exkursion mindestens zwei weitere Treffen mit den Bielefelder Studierenden geplant. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Studierende begrenzt. Eine Anmeldungsliste liegt zum Zeitpunkt XY im Sekretariat des Fachgebiets Stadt- und Regionalplanung aus. Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung Voraussetzung für die Anmeldung im Master-Projekt (Modul 3) im SoSe 2012 ist die vollständige Einschreibung im M.Sc. Raumplanung bis 31. März 2012 und die aktive Teilnahme (Anwesenheit) ab Beginn des Semesters. Weitere Informationen dazu: http://www.raumplanung.tu-dortmund.de/rp/studienbeginnmsc.html Informationen für alle Studierenden, die aus dem Bachelor- in den Master-Studiengang Raumplanung wechseln: http://www.raumplanung.tu-dortmund.de/rp/uebergangmaster.html Teilnahmevoraussetzungen sind die aktive Mitwirkung an dem begleitenden Seminar und die Vorbereitung der Expertengespräche in Hamburg sowie die Ausarbeitung von Referaten für die Zeit der Exkursion selbst und die darauf aufbauende schriftliche Auswertung der Exkursion (in etwa Umfang einer Hausarbeit). Allgemeine Hinweise zum Projektstudium finden sich im Projektwiki der Fakultät: https://ews.tu-dortmund.de/wiki/heft1/index.php/Hauptseite Technische Universität Dortmund SoSe 2012 Master Raumplanung (2008) Prof. Dr. Baumgart Sabine