Uni-Siegen
14. März 2017Projekt Trivialität und Kreativität partizipatorischer Kultur
Das Projekt nimmt seinen Ausgangspunkt bei einem -Kunst- und Wissenschaftsprojekt-, das im Masterstudiengang -Human Computer Interaction- der Fakultät III entstanden ist. Unter der Leitung des Künstlers Prof. Igor Sacharow-Ross soll eine begehbare Skulptur für die Siegener Innenstadt geschaffen werden –...
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Jetzt Lernplan erstellenDas Projekt nimmt seinen Ausgangspunkt bei einem -Kunst- und Wissenschaftsprojekt-, das im Masterstudiengang -Human Computer Interaction- der Fakultät III entstanden ist. Unter der Leitung des Künstlers Prof. Igor Sacharow-Ross soll eine begehbare Skulptur für die Siegener Innenstadt geschaffen werden – der Titel: -Die Landung-. Grundidee ist es, ein Kreativlabor für Studierende und SchülerInnen zu schaffen. -Kulturelle, ökologische oder humanwissenschaftliche Themen etwa sollen sich in einem fließendem, ineinander übergreifenden Prozess entwickeln und Menschen durch Aktion und Begegnung vernetzen-, heißt es in der Projektbeschreibung (http://die-landung.wineme.fb5.uni-siegen.de/)
Aus kulturkritischer Perspektive lässt sich darauf verweisen, dass künstlerische Arbeiten, die erst unter aktiver Beteiligung des Publikums entstehen, nicht nur über eine Tradition verfügen, die mindestens bis in die Moderne zurückreicht, sondern dass diese Form ästhetischer Partizipation allgegenwärtig ist. Es findet sich eine derartige Menge an Beispielen in Performance, Bildender Kunst und auch der Literatur, dass Dietrich Diedrichsen bereits von einer -Fetischisierung der Partizipation- spricht.
Gleichwohl hat das Prosuming, das gleichzeitige Produzieren und Konsumieren, wie man die Kultur der Partizipation auch nennen könnte, seine politische Bedeutung im Sinne der Teilhabe an einer ästhetischen Repräsentation gesellschaftlicher Wirklichkeit.
Vor diesem skizzierten Hintergrund bewegt sich das geplante Projekt zwischen den Polen (kritischer) Theorie und (künstlerischer) Praxis. Warum und mit welchem Ziel nutzen Amateure Medien? Wie lässt sich ästhetische Partizipation theoretisch konturieren? Und in welchem Verhältnis stehen Politik und Ökonomie zu dem Massenphänomen partizipatorischer Kultur?
Diese Fragen sollen in einem ersten Teil historisch aufgearbeitet und kritisch diskutiert werden. In einem zweiten Teil soll dann die Medienpraxis im Mittelpunkt stehen, so dass in Zusammenarbeit mit dem Team der -Landung- die Skulptur weiter entwickelt wird. Der Prozess ist dabei offen – ebenso die mediale Formen oder die Festlegung von Inhalten, die in dem Kreativlabor diskutiert und/oder ausgestellt werden.
Nuy, Sandra, Priv.-Doz. Dr.
Universität Siegen
SoSe 2013
apl. Prof. Dr.
Leschke Rainer