Uni-Kassel
14. März 2017Projekt Verbundprojekt Spessartregional
Untersuchungsbereiche der gesamten Bearbeitung im Überblick • - Weichersbach Untersuchung und Prognose landwirtschaftlichen Leerstands Schulbauerndorf und Dorfentwicklungsplan, Kooperation mit Pädagogen Dorferneuerungsplanung • - Jossgrund -Perlen der Jossa-, Leerstandsgebäude mit beispielhafter Nutzung belegen, Dorferneuerungsplanung • - Flörsbachtal Leerstände im landwirtschaftlichen Bereich,...
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Jetzt Lernplan erstellenUntersuchungsbereiche der gesamten Bearbeitung im Überblick
• - Weichersbach
Untersuchung und Prognose landwirtschaftlichen Leerstands
Schulbauerndorf und Dorfentwicklungsplan, Kooperation mit Pädagogen Dorferneuerungsplanung
• - Jossgrund
-Perlen der Jossa-, Leerstandsgebäude mit beispielhafter Nutzung belegen,
Dorferneuerungsplanung
• - Flörsbachtal
Leerstände im landwirtschaftlichen Bereich, Entwidmung landwirtschaftlicher Flächen und Gebäude in private Nutzung, voraussichtlichen Leerstand kartieren
• - Wohnungs(Haus-)Börse
vorhandene Beispiele/Modelle beschreiben, analysieren, bewerten und Übertragbarkeit prüfen, evtl. Kombination mit -Zweitwohnsitz-
Weichersbach
Seit 2010 ist Weichersbach anerkannter Bereich der Dorferneuerung, der eigentliche Start erfolgte erst zum Jahresende. Weichersbach verfügt über eine hohe Anzahl von landwirtschaftlichen Betrieben (ehemals ca. 50).
Es liegt eine Kartierung vor, die aber strukturiert werden muss.
Es fehlen Kriterien zur künftigen Nutzung/Umnutzung , zur Gebäudeinfrastruktur einschließlich kommunaler Nutzungsfrequenzen (Häufigkeit, Dauer, Intensität etc.), die - mit dem Dorfentwicklungskonzept verzahnt - Aussagen über die zukünftige Struktur und Nutzung machen können. Hierzu kann auf die bestehende Arbeitsgruppe aus Bürgern und Verwaltung zum Thema Leerstand und Ortsentwicklung aufgebaut und nach einem -Kümmerer- Ausschau gehalten werden.
In Weichersbach ist ein Modell -Schulbauerndorf- entstanden, das nach dem Tod seines Protagonisten dringend der Organisation und Strukturierung bedarf, um anerkannt und weiterentwickelt zu werden.
Das bisherige Modell, das eine Unterstützung durch die Nebenarbeit bei einem Wohnwagenhersteller in den Wintermonaten erfuhr, ist durch die Einsparung von Arbeitskräften stark gefährdet.
Es existieren wohl noch gewisse Handwerkstraditionen und Gebräuche, die in eine touristische Ausrichtung eingebunden werden können.
Zur Zeit sind folgende Fragestellungen angedacht, die ergänzt und mit den Beteiligten abgestimmt werden müssen :
• - Schulbauernhof/Schulbauerndorf als Modell mit Pädagogen entwickeln und umsetzen, Analyse des Bildungsaspekts -Schulbauerndorf-, Überprüfung der -ganz großen Vision-
• - Provisorien in der Handhabung professionalisieren
• - Organisation und Wirtschaftlichkeit festigen
• - Kombination (Auslastung) mit Tourismus überprüfen
• - Eignung der Betriebe einschätzen, Zukunftsfähigkeit prüfen, Nachfolger finden, eigene Vorstellungen der Eigentümer erfassen
• - Trennung zwischen Übernachtungsbetrieben und Bauernhöfen ermöglichen
• - Management, Werbung an Schulen, Marketing, Vereinsneugründung, Verantwortlichkeit regeln
• - Dorfentwicklungsplan mit Prozessmanagement, Leerstandmanagement, Kostenschätzungen und Visionen/Szenarien aufstellen, Referenzprojekte aufspüren und vergleichen: -Ein Spessartdorf macht Schule- (frei nach H. Geiss)
Jossgrund
Unter dem Motto -Perlen der Jossa-, das aus der Arbeit der beteiligten Bürger an einer Weiterentwicklung entstanden ist, wird versucht werden, unterschiedliche Gebäude, die im Einzugsbereich der Jossa liegen, mit jeweils zum Bauwerk, der Lage und der Struktur passenden Nutzungen zu belegen und bereits Vorentwürfe für diese Vorhaben zu entwickeln, die über die notwendigen Informationen, die Interessenten zur Verfügung stehen sollen, verfügen. Zu diesem Zweck - -Leerstandsveredelung- - werden Architekten in die Arbeitsgruppe aufgenommen. Sie sollen an diesen Beispielen übertragbare Eigenschaften entdecken, entwickeln und darstellen. Die Auswahl wird vor Ort geschehen und nach Nutzungseignung, Nutzungsvielfalt, Ortsspezifik, Infrastruktur u.a. Kriterien, die zu entwickeln sind, erfolgen.
Folgende Arbeitsschritte werden notwendig :
• - Erfassung eines Leerstandskatasters und Überprüfung vor Ort sowie anhand der Einschätzung der beteiligten Bürger und der Kenntnisse der Verwaltung (z.B. prognostizierter Leerstand)
• - Aufstellung von Auswahlkriterien, die aus den Spezifika der Gegend zu entwickeln sind.
• - Auswertung der demografischen Veränderung in planbaren Zeiträumen
• - Auswahl geeigneter Gebäude und Freiräume
• - Nutzungsüberlegungen aus der demografischen Veränderung (Älterwerdende Bevölkerung, Zweitwohnsitzwunsch...)
• - Koordinierung mit Nachbargemeinden, Ausschluss von Konkurrenzen
• - Nutzungsüberlegungen und Vorentwürfe mit erläuternden Berechnungen und Beschreibungen
• - Darstellung im landschaftlichen Zusammenhang, Ausarbeitung der Bedeutung der Jossa und Vorschläge für eine mögliche Verbesserung
• - Verbindung der -Perlen- auch über Straßen(konzept)
• - Entwicklungsplan mit Abhängigkeiten und Zusammenspiel der einzelnen Maßnahmen untereinander
Flörsbachtal
Hier dominieren Leerstände im landwirtschaftlichen Bereich, die von der Straße aus zu erkennen sind die Gebäudestruktur und den Eindruck, den der Besucher von der Kommune erhält. Die Entwidmung und Umwidmung landwirtschaftlicher Flächen und Gebäude in private Nutzung erscheint bei den zur Zeit realistischen Flächengrößen und Viehstückzahlen sinnvoll. Es existieren jedoch mehrere Betriebe noch immer, da sie aus Tradition auch bei kaum auskömmlichem Einkommen weiterbetrieben werden. Neben der klassischen Leerstandskartierung ist eine Kartierung des -voraussichtlichen- Leerstands erforderlich. Die Kartierung findet zur Zeit seitens der Spessartrgional statt und wird weiter verfeinert werden müssen. Hierzu sind Kriterien zu entwickeln, bzw. aus dem ersten Teil der Untersuchung zu übertragen und zu verfeinern.
Eine Reihe von Erbausschlagungen, wie sie in anderen Regionen bereits Realität sind, wird auch in Zukunft auf die Spessart-Region zurollen. Diese möglichen Übernahmen durch das Land Hessen bereits jetzt zu erkennen, ist eine Aufgabe der Analyse und Bewertung.
Notwendige Arbeitsschritte werden sein :
• - Strukturelle Einordnung der erfassten Leerstände
• - Bestimmung der entwicklungspolitischen Ziele und
• - Handlungskonzept entwickeln.
• - Entwicklung eines nachhaltigen oder zukunftsfähigen Konzepts für den Umgang mit ausgeschlagenen Erbteilen im ländlichen Bereich
• - Kooperation mit Bürgergruppen
• - Übertragbarkeit der Ergebnisse aus anderen Arbeitsgruppen überprüfen
• - Entwicklungskonzept
Wohnungs(Haus-)Börse
Eine erste Untersuchung soll die vorhandenen Beispiele/Modelle beschreiben, analysieren, deren Erfolge bewerten und eine mögliche (Teil)Übertragbarkeit prüfen. Es sind die unterschiedlichen Lagebedingungen in dem jeweiligen Landschaftstyp und in der Nähe zu einer Großstadt darzulegen und ihre Ähnlichkeit mit der Spessartregion zu definieren.
Zielgruppen und deren Wünsche sind bezogen auf die Situation im Spessart herauszuarbeiten und auf eine Umsetzung in der Region an geeigneten Orten zu testen. Eine Kooperation respektive Abstimmung mit den anderen Arbeitsgruppen ist unerlässlich.
Eine weitere Komponente dieser Arbeit ist die Kombination mit dem in letzter Zeit vermehrt auftretenden Wunsch nach einem -Zweitwohnsitz-, oft in nicht allzugr0ßer Entfernung zum jetzigen Wohnsitz der Interessenten. Die -Erbengeneration- verfügt über ausreichend Geld, um sich diesen Wunsch erfüllen zu können, verlangt dabei aber oft eine Perspektive, die das Wohnen im Alter einschließt. Es existieren bereits Siedlungsanlagen, die nach dem Motto -Gleich und gleich gesellt sich gern- nur aus Häusern für Senioren in ähnlichem Alter und ähnlichen Erwartungen an das Wohnumfeld bestehen. Auch hierzu bietet der Spessart Möglichleiten, die untersucht werden sollen.
Vorstehendes Arbeitsprogramm wird in Gesprächen mit den bereits gebildeten Arbeitsgruppen und den Verwaltungen der Kommunen und des Main-Kinzig-Kreises, der Spessartregional und mit eigenen Erhebungen in Arbeitsschritte geformt.
Die Ausarbeitung wird in ständigem Kontakt und durch Präsentationen, die sich an die vor Ort tätigen Arbeitsgruppen richten, erfolgen.
Eine Zusammenfassung wird das Ergebnis des Austauschs der Projektgruppe innerhalb der Universität sein. Ähnlich der Präsentation der vorangegangenen Phase werden die Ergebnisse den Verantwortlichen, den Bürgern und Beteiligten vorgestellt. Es werden in Buchform die Beiträge zusammengefasst und den Kommunen zur Verfügung gestellt, Plakate dienen der Anschaulichkeit der Maßnahmen und Powerpointpräsentationen der Darstellung vor größerem Kreis.
Das Verbundprojekt Spessartregional - Analyse und Bewertung der Potentiale zur dörflichen Innenentwicklung, Teil 2 - wird in der Zeit des Sommersemesters 2011 vom 11. April bis zum 15. Juli 2011 bearbeitet.
Erforderliche Nach- und Weiterbearbeitungen werden in den jeweils stattfindenden Projekttreffen mit Spessartregional und den Vertretern des Main-Kinzig-Kreises und der Kommunen abgesprochen. Die positiven Erfahrungen aus dem vorangegangenen Projekt werden durch die Weiterarbeit einer erfahrenen Arbeitsgruppe eingebracht.
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
SoSe 2011
Architektur
Architektur
Univ.-Prof. Dipl.-Ing.
Eichenlaub Alexander