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Uni-Kassel
14. März 2017

Projektseminar Die Gefahr des Stillschweigens überwinden Zu Darstellungen sexueller Gewalt in Bibel und Religionsunterricht 8211 Ein Forschungs und Lehrprojekt Teil II

Darstellungen von (sexueller) Gewalt existieren auch in biblischen Schriften. Allerdings sind sie weitgehend unbekannt oder werden meist verschwiegen. Thema im Religionsunterricht werden diese Texte nicht. Viele LehrerInnen fühlen sich gerade in diesem Feld nicht gut ausgebildet, sodass sie Scheu haben,...

Was lernst du wirklich?

Dieses Projektseminar widmet sich der Herausforderung, Darstellungen sexueller Gewalt in biblischen Texten zu analysieren und das Schweigen darüber im Religionsunterricht zu überwinden. Du lernst, diese komplexen Texte theologisch verantwortungsvoll zu interpretieren und entwickelst innovative Unterrichtskonzepte, um eine offene und reflektierte Auseinandersetzung mit dem Thema in der Schule zu ermöglichen.

Das wirst du lernen

  • Biblische Texte zu sexueller Gewalt differenziert analysieren und interpretieren.
  • Theologisch und religionspädagogisch verantwortungsvolle Unterrichtskonzepte für den Religionsunterricht entwickeln.
  • Empirische Studien zur Relevanz des Themas im Religionsunterricht konzipieren, durchführen und evaluieren.
  • Die Funktionsweisen von Gewalt in Geschichte und Gegenwart verstehen und gefährliche Mythen entlarven.
  • Eine neue Sprachfähigkeit für den sensiblen Umgang mit sexueller Gewalt im schulischen Kontext entwickeln.

Passende Berufsfelder

Religionslehrer/in an SchulenBildungsreferent/in oder Curriculumsentwickler/in im Bereich ReligionspädagogikWissenschaftliche/r Mitarbeiter/in in Theologie oder ReligionswissenschaftFachberater/in für Gewaltprävention und -aufklärung im BildungsbereichAutor/in von Lehrmaterialien und Bildungsmedien

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Offizielle Kursbeschreibung

Darstellungen von (sexueller) Gewalt existieren auch in biblischen Schriften. Allerdings sind sie weitgehend unbekannt oder werden meist verschwiegen. Thema im Religionsunterricht werden diese Texte nicht. Viele LehrerInnen fühlen sich gerade in diesem Feld nicht gut ausgebildet, sodass sie Scheu haben, sexuelle Gewalt im Unterricht zur Sprache zu bringen. Dabei können diese Texte ein befreiendes Potential zu einem schwierigen Thema entwickeln. In diesem Seminar geht es in einem ersten Schritt darum, biblische Texte zu sexueller Gewalt differenziert zu analysieren und in ihrer Unterschiedlichkeit wahrzunehmen. Wie können solche Texte heute gelesen werden? Was bedeuten sie? Wie kann man heute theologisch verantwortungsvoll mit diesen Texten umgehen? Ebenso wird es relevant sein, die unterschiedlichen Funktionsweisen von Gewalt in Vergangenheit und Gegenwart kennenzulernen und die gefährlichen Mythen der Gewalt zu entlarven. Dieses Lehr- und Forschungsprojekt geht von der These aus, dass die Lektüre biblischer Texte in ihrer Dialektik von Fremdheit und Vertrautheit dabei helfen kann, über sexuelle Gewalt auch im schulischen Unterricht zu sprechen. Es geht in diesem Seminar darum, eine neue Sprachfähigkeit von LehrerInnen und SchülerInnen zu sexueller Gewalt zu entwickeln. Angestrebt werden zum einen theologisch und religionspädagogisch verantwortete und zeitgemäße Entwürfe von Unterrichtskonzepten zu Darstellung von (sexueller) Gewalt für den Religionsunterricht und zum anderen kleine empirische Befragungsstudien zu der Relevanz dieses Themas in Religionsunterricht und Schule. Das Seminar ist auf zwei Semester angelegt. Im zweiten Teil werden kleine empirische Studien von Studierenden zu konkreten Unterrichtsentwürfe in der Praxis oder empirische Befragungen zu diesem Thema von Religionslehrer/innen und Schüler/innen in ihrer Konzeption, Durchführung und Evaluation begleitet. Literatur zur Einführung • Goertz, Stephan; Ulonska, Herbert (Hg.): Sexuelle Gewalt: Fragen an Kirche und Theologie (Theologie: Forschung und Wissenschaft 31), Münster 2010. • Jakobs, Monika (Hg.): Missbrauchte Nähe. Sexuelle Übergriffe in Kirche und Schule (Theologische Berichte 34), Fribourg 2011. Bemerkung Nur nach Rücksprache mit der Dozentin können bibelwissenschaftliche Module belegt werden. • MPO 2006/2007: L1/M4, L1/M8; L2/M24, L2/M28; L3/M35, L3/M41, L3/M43; L4/M45, L4/M47 • MPO 2011: M2; M3; M6; M15; M17 (L3) • MPO 2013: M2; M3; M6; M15; M17 Voraussetzungen Teilnahme an dem vorausgehenden Seminar Teil I FB 02 Institut für Katholische Theologie Teilnahme an dem vorausgehenden Seminar Teil I Uni Kassel WiSe 2014/15 Katholische Religion L3 Prof. Dr. Reese Schnitker Annegret