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Uni-Kassel
14. März 2017

Projektseminar Nachhaltiges Leben und wirtschaften gesellschaftliche Erhebung nordhessischer Gemeinschaftsbetriebe bzw Kooperationsformen

Die Arbeitsgruppe Solidarische Ökonomie der Universität Kassel hat sich angesichts der alarmierenden sozioökonomischen Entwicklung der Region Nordhessen (hohe Arbeitslosigkeit, steigende Zahl der Insolvenzen, Abwanderung aus den Regionen, demographische Probleme usw.) zum Ziel gesetzt, gemeinschaftliche Initiativen der lokalen Wirtschaftsakteure und solidarische...

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Die Arbeitsgruppe Solidarische Ökonomie der Universität Kassel hat sich angesichts der alarmierenden sozioökonomischen Entwicklung der Region Nordhessen (hohe Arbeitslosigkeit, steigende Zahl der Insolvenzen, Abwanderung aus den Regionen, demographische Probleme usw.) zum Ziel gesetzt, gemeinschaftliche Initiativen der lokalen Wirtschaftsakteure und solidarische Betriebe zu untersuchen, um gemeinsam eine Strategie für die nachhaltige Entwicklung der Region auf diesem Hintergrund diskutieren und planen zu können. In diesem Sinne initiierte die Arbeitsgruppe der Universität Kassel in Kooperation mit der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck und dem DGB Nordhessen bereits eine Internationale Sommerschule zum Thema „Solidarische Ökonomie: Betriebe und Regionale Entwicklung“, auf der Vertreter regionaler Gemeinschaftsbetriebe, Arbeitsloseninitiativen, Kirche, Gewerkschaft, Wissenschaftler sowie kommunale Vertreter nordhessischer Landkreise miteinander über Ansätze für eine nachhaltige Regionalentwicklung diskutierten . Die Chance, mehr Arbeit und Einkommen zu schaffen sowie das Ausbluten unserer Region zu verhindern liegt demnach a) in der Stärkung bzw. dem Aufbau einer branchen- und Landkreis übergreifenden Kooperation zwischen den regionalen (Gemeinschafts-) Betrieben und Initiativen sowie zwischen Kommunen und Betrieben und b) in der Gründung weiterer gemeinschaftlich geführter Betriebe. Um diesen bereits begonnenen Prozess gezielter fördern zu können, steht für uns als Universität unter anderem die Aufgaben an, eine Datenbank zu den gemeinschaftlich geführten Betrieben (Kartierung) in der Region aufzubauen. Die Kartierung ist ein partizipatives Erhebungsinstrument, das die Sammlung von Daten und Informationen sowie die Durchführung qualitativer Interviews beinhaltet. Sie verfolgt folgende Ziele: 1. Identifizierung und Charakterisierung der bereits existierenden Formen der Solidarischen Ökonomie, seien es Unternehmen und/ oder private und öffentliche Unterstützerorganisationen in Nordhessen 2. Sensibilisierung der regionalen Akteure aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. 3. Stärkung der nachhaltigen Entwicklung durch Einrichtung regionaler Foren und Aufbau von Produktionsketten samt Kommerzialisierung und Konsum. 4. Unterstützung der Formulierung regionaler Entwicklungsstrategie, die dazu beitragen kann, die Arbeitslosigkeit zu verringern und mehr Arbeit und Einkommen in der Region zu schaffen. 5. Ermöglichung und Durchführung weiterer ergänzender Studien und Forschungen. Die studentische Beteiligung an diesem Projekt wird ergänzend zu einer größeren systematischen Studie stattfinden. FB 05 Gesellschaftswissenschaften Uni Kassel SS2007 Soziologie Wirtschaftspädagogik Prof. Dr. Müller Plantenberg Clarita