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Uni-München
14. März 2017

Projektübung Mehr als ein kulturpolitisches Instrumentarium Zum Phänomen der freien Tanz und Theaterfestivals Studien zu Ästhetiken und Strukturen des Gegenwartstheaters Schneider

-Die Wiener Festwochen zählen zu den größten und angesehensten Kunstfestivals weltweit. Sie sind in Europa auch eines der reichsten, ihre Möglichkeiten sind gewaltig. Die Festwochen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen, zur gleichen Zeit wie das Edinburgh Festival,...

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-Die Wiener Festwochen zählen zu den größten und angesehensten Kunstfestivals weltweit. Sie sind in Europa auch eines der reichsten, ihre Möglichkeiten sind gewaltig. Die Festwochen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen, zur gleichen Zeit wie das Edinburgh Festival, das Festival Avignon und das Holland Festival. Sie alle verfolgten das Ziel, den kulturellen Austausch in Europa zu intensivieren – und sie alle leiden inzwischen unter dem Verlust ihrer künstlerischen Bedeutung: Sie haben Rost angesetzt, den Anschluss verloren, sind zu Relikten der Vergangenheit geworden, die sich zwischen ihrem künstlerischen Auftrag und ihrer Rolle als Marketinginstrumente der Stadt aufgerieben haben.- (Frie Leysen) Die renommierte Kuratorin Frie Leysen kritisierte im letzten Jahr die von ihr zuvor geleiteten Wiener Festwochen scharf. Die Projektübung untersucht die historische Entwicklung freier Festivals in Deutschland und Europa, situiert sie in der heutigen Kunstlandschaft und diskutiert ihre Funktion im Kulturbetrieb. In Vorbereitung auf RODEO. das Tanz- und Theaterfestival der freien Szene München, werden wir gemeinsam recherchieren, was in unseren Augen ein alternatives Festival ist oder sein könnte, also eines, das – um die Argumentation von Leysen aufzugreifen – neue Fragen aufbringt oder thematisiert und mehr ist als ein ‚kulturpolitisches Instrumentarium‘. Eingeladene Gäste – darunter Sarah Israel, die Leiterin von RODEO, als regelmäßige Dialogpartnerin – perspektivieren die Fragestellungen aus ihrer kuratorischen Praxis. Im Rahmen des Festivals, das vom 6. bis 9. Oktober 2016 zum vierten Mal stattfindet, sollen die Ergebnisse des Seminars öffentlich diskutiert werden. Zur vorbereitenden Lektüre: Elfert, Jennifer: Theaterfestivals. Geschichte und Kritik eines kulturellen Organisationsmodells, Bielefeld (transcript Verlag) 2009. Leistungsnachweis: Durchführung und Präsentation einer Recherche Department Kunstwissenschaften Leistungsnachweis MA Theaterwissenschaft (WP 6.2): Präsentation (15 Minuten) oder wissenschaftliches Protokoll (9000 Zeichen) 6 ECTS, in Modul(prüfung) -Ästhetik und Konzepte des Gegenwartstheaters- mit Forschungsseminar -Aktuelle Theaterformen- (9 ECTS) insgesamt 15 ECTS -------------------------- Leistungsnachweis MA Profilbereich (WP TW 10.1): Präsentation (15 Minuten) oder wissenschaftliches Protokoll (9000 Zeichen) 6 ECTS -------------------------- Leistungsnachweis MA Dramaturgie (P 3.2): wissenschaftliches Protokoll (ca. 6000 Zeichen) 6 ECTS, in Modul(prüfung) -Ästhetik und Konzepte des Gegenwartstheaters- mit Forschungsseminar -Aktuelle Theaterformen- (9 ECTS) insgesamt 15 ECTS LMU München SoSe 2016 W3 Professur für Theaterwissenschaft Christopher Balme