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Uni-München
14. März 2017

Proseminar Allianzen von Textil und Kunst im 20 und 21 Jahrhundert

Das Proseminar geht den vielfältigen Verbindungen zwischen dem Textilen und der Kunst vom frühen 20. Jahrhundert bis heute nach. Ausgewählte Arbeiten sollen die sukzessive Auflösung der Grenzen zwischen den gestalterischen Medien seit der frühen Avantgarde mittels der Verwendung neuer künstlerischer...

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Das Proseminar geht den vielfältigen Verbindungen zwischen dem Textilen und der Kunst vom frühen 20. Jahrhundert bis heute nach. Ausgewählte Arbeiten sollen die sukzessive Auflösung der Grenzen zwischen den gestalterischen Medien seit der frühen Avantgarde mittels der Verwendung neuer künstlerischer Materialien wie Garne, Fäden und Stoffe aufzeigen. Dabei interessiert nicht allein die Rolle des Textilen in der Kunst, sondern auch deren reziprokes Verhältnis zueinander: eine Kunst, die in oder auf die Stoffe, so etwa jene der Mode, wandert. Damit eng verbunden ist das spätestens seit den 1960er-Jahren an Bedeutung gewinnende textile Sujet oder der konzeptuelle Impetus des Textilen, der den bis dahin ohnehin vielfältigen Umgang mit dem Textilen in der Kunst um eine über das Material kommunizierte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen erweitert. Über Zeichnungen, Plastiken, Objekte, Installationen, Filme und andere Medien soll im Seminar der Entwicklung des künstlerischen Umgangs mit dem repräsentativ wie diskursiv verwendeten Textil nachgegangen werden. Das Ausloten von Tendenzen des Umgangs mit Textilem in der zeitgenössischen Kunst und ihres Einflusses auf die Kunstgeschichtsschreibung zählen ebenfalls dazu. Herangezogen werden im Rahmen eines Rückblicks auf Kunst-Textil-Verflechtungen seit der Moderne die u.a. in der Mode erprobten Futuristen sowie das Schaffen von Textilkünstlerinnen am Bauhaus wie Otti Berger. Darüberhinaus reicht die Auswahl von konzeptuellen Arbeiten eines Joseph Beuys in den 1960er-Jahren über Genderrollen oder die Kultur der Sesshaftigkeit hinterfragende -textile- Werke Louise Bourgeois und Kim Soojas bis hin zu zeitgenössischen Positionen in der Kunst und dem Design, etwa Rosemarie Trockels oder Christophe Coppens. LMU München WiSe 1415 Department Kunstwissenschaften