Uni-München
14. März 2017Proseminar Das amerikanische Melodram Repertoire und Formenkunde Weidenfeld
Das Proseminar stellt exemplarische Repertoirestücke, Dramen-/Theaterformen und/oder Inszenierungen vor. Diese können im institutionellen, kulturellen, medialen und ästhetischen Kontext sowie in ihrer historischen Entwicklung diskutiert werden. Wert gelegt wird auf Bezüge zwischen historischen Repertoires, repräsentativen Stücken und Inszenierungen sowie deren institutionellen...
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Das amerikanische Melodram
Die Entstehung des amerikanischen Erzählkinos ist eng mit dem Melodram verbunden, das Melodram scheint mit seiner Betonung von Action und Pathos doch geradezu prädestiniert dafür zu sein, im Medium Film Verwendung zu finden. Welche Ansatzpunkte gibt es, das Melodram als Genre zu erfassen? Ist das Melodram als Über-Genre zu betrachten, das letzlich in jedem Film steckt oder ist es streng von einem filmischen Realismus zu trennen? Verdankt das Melodram seinen schlechten Ruf der Tatsache, dass es sich -weiblichen- Themen verschrieben hat und sich an vornehmlich weibliche Zuschauerinnen wendet, wie feministische Kritikerinnen meinen? Oder ist das Melodram vielmehr als universelles Genre zu betrachten, dass in unserer modernen Zeit die Funktion der Tragödie übernommen hat, wie Peter Brooks meint? Dies sind untersuchungsleitende Fragen, die wir uns im Seminar stellen werden. Als Anschauungsmaterial werden uns dabei Filme dienen wie King Vidors Stella Dallas, Douglas Sirks Magnificent Obsession, James Camerons Titanic wie auch David Lynchs Blue Velvet.
W3-Professur für Theaterwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Christopher Balme)
Leistungsnachweis BA Theaterwissenschaft und BA Kunst, Musik Theater:
Referat ca. 15 Minuten und Hausarbeit ca. 9.000-12.000 Zeichen
6 ECTS
Leistungsnachweis Magister Theaterwissenschaft: Referat und Hausarbeit, für Proseminar II-Schein
Leistungsnachweis Diplom Dramaturgie: Referat und Hausarbeit, für Schein Repertoire- und Formenkunde
LMU München
WiSe 1415
Department Kunstwissenschaften