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Uni-München
14. März 2017

Proseminar Re Works in Tanz Performance Art und Film Repertoire und Formenkunde Schneider 2

Das Proseminar stellt exemplarische Repertoirestücke, Dramen-/Theaterformen und/oder Inszenierungen vor. Diese können im institutionellen, kulturellen, medialen und ästhetischen Kontext sowie in ihrer historischen Entwicklung diskutiert werden. Wert gelegt wird auf Bezüge zwischen historischen Repertoires, repräsentativen Stücken und Inszenierungen sowie deren institutionellen...

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Das Proseminar stellt exemplarische Repertoirestücke, Dramen-/Theaterformen und/oder Inszenierungen vor. Diese können im institutionellen, kulturellen, medialen und ästhetischen Kontext sowie in ihrer historischen Entwicklung diskutiert werden. Wert gelegt wird auf Bezüge zwischen historischen Repertoires, repräsentativen Stücken und Inszenierungen sowie deren institutionellen und ästhetischen Kontexten. --------------- Re-Works in Tanz, Performance Art und Film Im Tanz häufen sich ab Mitte der 1990er Jahre Produktionen mit starker Referenzialität auf vorgängige Werke, bezeichnet als Re-Doings, Re-Plays, Re-Vivals, Re-Works, Re-Readings, Re-Inventions, Re-Enactments. Diese Begriffe benennen Prozesse und Produktionen, in denen historische Stücke/Choreographien zum Material werden, ohne dass dabei eine »Rekonstruktion« angestrebt würde. Vielmehr geht es um die Herausforderung, produktive Zugriffe auf die Geschichte des eigenen Mediums zu ermöglichen und diese Aneignung im Prozess des Darstellens kommentierend zu explizieren. Wie verhält es sich mit den Reenactments (z. B. durch Marina Abramovic) in der Performance Art, die – der Theoretikerin Peggy Phelan zufolge – als unreproduzierbar gilt? Und schließlich ist danach zu fragen, welche Aspekte einer Ästhetik der Aneignung sich im Film finden lassen, die über ein Remake hinausgehen. Das Seminar behandelt unter diesen Gesichtspunkten Re-Works von Ausdruckstanz und Postmodern Dance, Reenactments von Kaprow, Acconci und Abramovic sowie die Nosferatu-Filme von Murnau (1922), Herzog (1979) und Merhige (2000). Zum Auftakt des Seminars besteht die Möglichkeit, in einem Workshop korporale Aspekte des Re-Working im Zusammenhang mit Annes Teresa de Keersmaekers Stück Zeitung zu erproben (13.10., 17–19 Uhr; weitere Informationen zu Semesterbeginn). W3-Professur für Theaterwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Christopher Balme) Leistungsnachweis BA Theaterwissenschaft und BA Kunst, Musik Theater: Referat ca. 15 Minuten und Hausarbeit ca. 9.000-12.000 Zeichen 6 ECTS Leistungsnachweis Magister Theaterwissenschaft: Referat und Hausarbeit, für Proseminar II-Schein Leistungsnachweis Diplom Dramaturgie: Referat und Hausarbeit, für Schein Repertoire- und Formenkunde LMU München WiSe 1415 Univ.Prof.Dr. Schneider Katja