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Uni-Essen
14. März 2017

Proseminar Die Herrschaft der Salier 1024-1125

Nach dem kinderlosen Tod des letzten ottonischen Kaisers Heinrich II. versammelten sich im Jahr 1024 die Fürsten zu einer Königswahl. Mit der Wahl Konrads II. wurde die neue Königsdynastie der Salier begründet. Das Seminar richtet den Blick auf die Grundlagen...

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Nach dem kinderlosen Tod des letzten ottonischen Kaisers Heinrich II. versammelten sich im Jahr 1024 die Fürsten zu einer Königswahl. Mit der Wahl Konrads II. wurde die neue Königsdynastie der Salier begründet. Das Seminar richtet den Blick auf die Grundlagen der salischen Königsherrschaft, wobei einerseits gefragt werden soll, in welchem Verhältnis das neue Herrscherhaus zum Adel stand, andererseits sollen die Besonderheiten der salischen Kirchenpolitik beleuchtet werden. Nach seiner Kaiserkrönung bot sich Konrad II. die Gelegenheit das Reich zu erweitern, indem er nach der Krone Burgunds griff. Unter seinem Sohn Heinrich III. (1039-1056) kam es zu einem -autokratischen Regierungsstil-, der zu einer Fürstenopposition führte. Kirchenpolitisch ist die Herrschaft der Salier durch den so genannten Investiturstreit geprägt. Der Begriff -Investiturstreit- bezeichnet gemeinhin den Konflikt zwischen Königtum und Papsttum, der vom Tode Heinrichs III. (1056) bis zum Ausgang der Regierung Heinrichs V. (1125) dauerte. Der Konfliktbeginn entfachte sich zunächst an der Frage nach dem Recht der Einsetzung von Bischöfen in ihr Amt (= Investitur). Das vom König beanspruchte und für seine Herrschaftsausübung so wichtige Investiturrecht wurde vom Papst in Frage gestellt. Recht bald entwickelte sich der Streit zu einer fundamentalen machtpolitischen Auseinandersetzung zwischen Papsttum und Königtum um -die richtige Ordnung in der Welt-. Der mit harschen Worten geführte Konflikt zwischen dem mächtigen Reformpapst Gregor VII. (1073-1085) und dem salischen Herrscher Heinrich IV. ((1056-1106) wird ebenso behandelt werden wie die innenpolitischen Auseinandersetzungen Heinrichs IV. mit den Sachsen. Zudem wird die Bedeutung Speyers, der Burgenbau und die salierzeitliche Historiographie betrachtet. Ausgehend vom Proseminarthema wird eine Einführung in grundlegende Themen der mittelalterlichen Geschichte geboten. Einführende Literatur: Egon Boshof, Die Salier. 5., aktualisierte Aufl., Stuttgart 2008, Wilfried Hartmann, Der Investiturstreit (Enzyklopädie deutscher Geschichte) München 1996. Johannes Laudage (Hg), Die Investiturstreit. Quellen und Materialien (Lateinisch - Deutsch) 2. Auflage, Köln 2006. Stefan Weinfurter, Das Jahrhundert der Salier 1024–1125: Kaiser oder Papst? Ostfildern 2004, Weiterführende Literatur befindet sich im Semesterapparat Geschichte Universität Duisburg-Essen SS 2012 M.A Fischer Thorsten M.A