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Uni-Siegen
14. März 2017

Kaiser Lothar III 1125 8211 1137

Nach dem Ende des salischen Jahrhunderts bestimmten die deutschen Fürsten in einer zeitweilig tumultuarisch verlaufenden Wahlversammlung Ende August 1125 den sächsischen Herzog Lothar von Süpplingenburg zum neuen König. Er mag ihnen geeignet erschienen sein, weil er sich als Gegner des...

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Nach dem Ende des salischen Jahrhunderts bestimmten die deutschen Fürsten in einer zeitweilig tumultuarisch verlaufenden Wahlversammlung Ende August 1125 den sächsischen Herzog Lothar von Süpplingenburg zum neuen König. Er mag ihnen geeignet erschienen sein, weil er sich als Gegner des letzten salischen Herrschers, Kaiser Heinrichs V. († 23. Mai 1125), erwiesen hatte und darüber hinaus als 50jähriger Mann ohne männlichen Nachkommen kaum erwarten ließ, noch eine neue Herrscherdynastie zu begründen, die die Fürsten wieder dominieren würde. Dabei waren die Aufgaben, vor denen der neue König stand, immens: Von der Bedrohung der Grenzen im Norden und Osten des Reiches abgesehen, mußten im Inneren unter anderem der faule Kompromiß des Wormser Konkordats von 1122, mit dem der Investiturstreit zumindest formell beigelegt worden war, sich erst noch in der Praxis bewähren und das Reichsgut gegen den Widerstand der schwäbischen Herzöge aus dem salischen Hausgut herausgelöst werden; darüber hinaus war das Verhältnis zum Papsttum und zu dem neuen Königtum der Normannen in Süditalien neu zu bestimmen. Am 4. Juni 1133 empfingen Lothar III. und seine Gemahlin Richenza die Kaiserkrone. Bereits gut vier Jahre später, am 4. Dezember 1137 ist Lothar III. gestorben und wurde in dem von ihm gegründeten Kloster Königslutter am Nordrand des Harzes beigesetzt. In dem Proseminar sollen sowohl Lothars Zeit als Herzog als auch, anhand ausgewählter Quellen, seine Königswahl und wichtige Stationen seiner Herrschaft, insbesondere seine Klosterpolitik, zur Sprache kommen. Zugleich werden die Methoden der Quelleninterpretation und die Benutzung grundlegender Hilfsmittel der Geschichtswissenschaft eingeübt. Martina Hartmann: Mittelalterliche Geschichte studieren, Konstanz 2004. – Ahasver von Brandt: Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die historischen Hilfswissenschaften (Urban-Bücher bzw. Kohlhammer-Taschenbücher 33), Stuttgart 1958, 17. Aufl. 2008. – Zur Einführung in das Thema siehe Wolfgang Petke: Lothar von Süpplingenburg (1125–1137), in: Kaisergestalten des Mittelalters, hrsg. von Helmut Beumann, Mün­chen 1984, 2. Aufl. 1985, S. 155–176. – Wolfgang Petke: Die Regesten des Kaiserreiches unter Lo­thar III. und Konrad III., 1. Teil: Lothar III. 1125 (1070) – 1137 (J. F. Böhmer, Regesta Imperii IV, 1, 1), Köln u. a. 1994. – Wolfgang Petke: Zur Herzogserhebung Lothars von Süpplingenburg im Jahre 1106, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 46 (1990) S. 60–84. -The Principle of Sex- - Familienleben im Mittelalter Von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden die regelmäßige Mitarbeit und die mündliche Beteiligung sowie die Vorbereitung von Sitzung zu Sitzung einschließlich kleinerer Hausaufgaben erwartet. Die Studienleistung wird darüber hinaus aufgrund von drei schriftlichen Hausaufgaben, die termingerecht vorzulegen sind, und zusätzlich einer bestandenen Lernkontrolle bescheinigt. Für die Bescheinigung der Prüfungsleistung ist die Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit im Anschluß an das Proseminar erforderlich, die bis Mitte September 2014 eingereicht werden sollte. Universität Siegen SoSe 2014 Köln im hohen Mittelalter Einführung in die frühmittelalterliche Geschichte 8222 The Principle of Sex 8220 8211 Familienleben im Mittelalter