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Uni-Essen
14. März 2017

Proseminar Die Ottonen

Nachdem im Ostfrankenreich die Dynastie der Karolinger im Jahre 911 endete, standen sich die fränkischen Konradiner und die sächsischen Liudolfinger beim Kampf um die Nachfolge gegenüber. Überschattet von Ungarneinfällen führte mit Konrad I. zunächst ein Franke das karolingische Erbe im...

Was lernst du wirklich?

In diesem Proseminar tauchst du in die spannende Zeit der Ottonen ein, die nach dem Ende der Karolinger im Ostfrankenreich die Macht übernahmen. Du lernst, wie diese Dynastie das Reich konsolidierte, sich gegen äußere Bedrohungen wie die Ungarn wehrte und die Kaiserkrone erlangte. Dabei beleuchten wir wichtige Persönlichkeiten und prägende politische sowie kulturelle Entwicklungen dieser Epoche.

Das wirst du lernen

  • Du verstehst die politischen Umbrüche und Machtkämpfe im Ostfrankenreich nach dem Ende der Karolinger.
  • Du kennst die wichtigsten Herrscher der Ottonen wie Otto I., II., III. und Heinrich II. sowie ihre jeweiligen Beiträge.
  • Du kannst die politischen, sozialen und kulturellen Entwicklungen der ottonischen Zeit, einschließlich der Rolle der Reichskirche und byzantinischer Einflüsse, analysieren.
  • Du lernst den Umgang mit historischen Quellen und wissenschaftlicher Literatur zur Erforschung des Mittelalters.
  • Du verstehst die Bedeutung von Schlüsselereignissen wie der Schlacht auf dem Lechfeld und der Kaiserkrönung Ottos I.

Passende Berufsfelder

Archivwesen und DenkmalpflegeMuseumspädagogik und KulturmanagementWissenschaftlicher Journalismus und RedaktionForschung und Lehre im Bereich GeschichteBibliothekswesen und Informationsmanagement

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Offizielle Kursbeschreibung

Nachdem im Ostfrankenreich die Dynastie der Karolinger im Jahre 911 endete, standen sich die fränkischen Konradiner und die sächsischen Liudolfinger beim Kampf um die Nachfolge gegenüber. Überschattet von Ungarneinfällen führte mit Konrad I. zunächst ein Franke das karolingische Erbe im Osten fort. Ihm folgte der Herzog von Sachsen auf dem ostfränkischen Thron. Vom westfränkischen Herrscher Karl III. im Bonner Vertrag anerkannt, gelang es Heinrich I. durch politische und militärische Erfolge den Zusammenhalt des Reiches zu konsolidieren und die Krone an seinen Sohn Otto I. weiterzugeben. Gestützt auf die Reichskirche setzte der sich innenpolitisch durch und bannte mit der Schlacht auf dem Lechfeld 955 nicht nur die Ungarngefahr, sondern erlangte so gefestigt 962 auch die Kaiserkrone. Sein noch minderjähriger Sohn Otto II. wurde zum Mitkönig, später zum Mitkaiser erhoben und mit der byzantinischen Prinzessin Theophanu vermählt. Mit ihr breitete sich der Einfluss byzantinischer Kultur im Reich aus. Zugleich sicherte sie nach dem Tod ihres Mannes dem noch minderjährigen Sohn Otto III. den Thron. Mit diesem stark in Italien engagierten Kaiser, dem eine Politik der Erneuerung des Römischen Reiches zugeschrieben wird, und dem aus der bayrischen Nebenlinie der Ottonen stammenden Nachfolger Kaiser Heinrich II. endete die ottonische Zeit. Neben deren wichtigsten Protagonisten werden die wegweisenden politischen und kulturellen Entwicklungen in dem Seminar behandelt und beispielhaft anhand von Quellen und Literatur aufgearbeitet. Literatur Althoff, Gerd: Die Ottonen, 2. Aufl. Stuttgart [u.a.] 2005Beumann, Helmut: Die Ottonen, 5. Aufl. Stuttgart [u.a.] 2000. weiterführende Literatur im Semesterapparat Geschichte Universität Duisburg-Essen WS 2009/10 Master, Master Geschichte