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Uni-Kassel
14. März 2017

Proseminar Grenzüberschreitend Transkulturelle Literatur

Veranstaltungszeit: 17.4. bis 8.5.2014 wöchentlich 10-12 Uhr, 9.+10.5. Blockseminar -Was ist eigentlich Transkulturalität?-, fragt Wolfgang Welsch, der diese Frage in seinem 2009 erschienenen Aufsatz beantwortet und damit den Begriff der Transkulturalität maßgeblich prägt. Transkulturalität ist die Vermischung vieler Kulturen zu...

Was lernst du wirklich?

In diesem Proseminar tauchst du in das Konzept der Transkulturalität ein und erfährst, wie Kulturen sich durch grenzüberschreitende Erfahrungen vermischen und neu verflechten. Du analysierst, wie Autor*innen diese komplexen Prozesse von Identität und Kulturwechsel in ihren Werken literarisch verarbeiten. Dabei lernst du zentrale Theorien und Konzepte kennen, um literarische Texte aus verschiedenen Regionen der Welt kritisch zu beleuchten.

Das wirst du lernen

  • Den Begriff der Transkulturalität und seine Bedeutung für die Literaturwissenschaft verstehen.
  • Einschlägige Theorien, Begrifflichkeiten und Motive der transkulturellen Literaturanalyse anwenden können.
  • Literarische Texte auf Themen wie 'Eigenes und Fremdes' oder 'Identität in der Migration' hin untersuchen.
  • Kritische Diskussionsfähigkeiten im Umgang mit komplexen kulturellen und literarischen Fragestellungen entwickeln.
  • Einblicke in die literarische Verarbeitung von Kulturwechseln und Identitätsproblemen in verschiedenen Weltregionen gewinnen.

Passende Berufsfelder

Kulturmanagement und internationale BeziehungenJournalismus und Verlagswesen (insbesondere im Bereich interkultureller Themen)Bildung und Erwachsenenbildung (z.B. in der Vermittlung von interkultureller Kompetenz)Forschung und Lehre im Bereich Literatur- und KulturwissenschaftenMigrations- und Integrationsberatung

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Offizielle Kursbeschreibung

Veranstaltungszeit: 17.4. bis 8.5.2014 wöchentlich 10-12 Uhr, 9.+10.5. Blockseminar -Was ist eigentlich Transkulturalität?-, fragt Wolfgang Welsch, der diese Frage in seinem 2009 erschienenen Aufsatz beantwortet und damit den Begriff der Transkulturalität maßgeblich prägt. Transkulturalität ist die Vermischung vieler Kulturen zu einer großen: Die vorher abgeschlossene, einzelne Kultur wird durch -grenzüberschreitende Lebensweisen, Identitäten, Erfahrungen, Begegnungen- (Iljassova-Morger 2009) aufgeweicht und mit anderen verflochten. Dass zahlreiche AutorInnen solche intensiven Erfahrungen wie Länderwechsel und (damit einhergehende) Kulturwechsel literarisch verarbeiten und Probleme wie die eigene Identität aufarbeiten, ist zwar kein neues Phänomen, jedoch scheint es im Kontext der Transkulturalität erst seit Ende des 20. Jahrhunderts zunehmend von Interesse für die Literaturwissenschaft zu sein. Im Seminar werden die Studenten an einschlägige Theorien, Begrifflichkeiten, Topoi und Motive herangeführt, um sie anschließend auf die gelesene Literatur anzuwenden bzw. sie darin aufzuspüren. Dichotomien wie das -Eigene- und das -Fremde-, -Utopie- und -Dystopie- oder -Schwarzsein- und -Weißsein- gehören unumgänglich zu den zentralen Themen der Veranstaltung, die sich in den Texten aus/über Afrika, Südamerika, Europa u.v.m. widerspiegeln. -Man las mir vor und sagte mir, dass im Grunde alles ganz wie zu Hause sei, die Anden als Alpen meines Onkels, die Schafe als seine Kühe, der Lago Verde, den meine Verwandten so getauft hatten […], als sein Bodensee.- (Arnold Stadler, Feuerland, 1992.) -Ich wollte schockieren, trug durchsichtige Kleider in schreienden Farben, riesige Hüte, rasierte mir den Schädel.- (Ken Bugul, Die Nacht des Baobab, 1982.) Dieses Seminar richtet sich ausschließlich an Studierende, die bereit sind aktiv mitzudiskutieren und die vorgegebenen Texte zu lesen. Bitte bis zum 24.4. lesen und mitbringen: Wolfgang Welsch: -Was ist eigentlich Transkulturalität?- In: Hochschule als transkultureller Raum? Kultur, Bildung und Differenz in der Universität. Hrsg. v. u.a. Lucyna Darowska. Bielefeld: transcript 2010. S. 39-68. Online unter: www2.uni-jena.de/welsch/tk-1.pdf. Bitte bis zum 8.5. lesen und mitbringen: Ken Bugul: Die Nacht des Baobab. Zürich: Unionsverlag 2010. FB 02 Institut für Germanistik Uni Kassel SoSe 2014 Deutsch Zweitfach Germanistik NF Meywirth Anna Carina