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Uni-München
14. März 2017

Proseminar Literatur und Photographie

Mit der Erfindung der Photographie im 19. Jahrhundert etabliert sich ein Medium, das mehr als jedes andere zuvor Wirklichkeit buchstäblich aufzeichnet und als gleichsam vom -pencil of nature- (Talbot) verfasste -Lichtschrift- seine abbildende Funktion und die direkte (Selbst-)Repräsentation der äußeren...

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Mit der Erfindung der Photographie im 19. Jahrhundert etabliert sich ein Medium, das mehr als jedes andere zuvor Wirklichkeit buchstäblich aufzeichnet und als gleichsam vom -pencil of nature- (Talbot) verfasste -Lichtschrift- seine abbildende Funktion und die direkte (Selbst-)Repräsentation der äußeren Realität bereits im Namen trägt. Wie reagiert die Literatur auf diesen detailgenauen, zuvor Unsichtbares sichtbar machenden Realismus? Diese Frage stellt den Ausgangspunkt der Überlegungen dar, die das Seminar anstellen möchte. Anhand verschiedener Texte aus dem 19. und v.a. 20. Jahrhundert (u.a. Kafka, Proust, Musil, Sebald) soll die Entwicklung des Verhältnisses von Literatur und Photographie exemplarisch nachvollzogen werden. Anhand zumindest eines Beispiels (Michelangelo Antonionis Blow-Up) wird außerdem das Verhältnis von Photographie und Film in den Blick genommen, wobei sich Probleme von Repräsentation, Deixis und Narration/Narrativierung bildhaft explizieren. Dezidiert werden auch Positionen der Photographie-Theorie miteinbezogen (u.a. Kracauer, Benjamin, Barthes, Sontag), um darüber hinaus ganz grundsätzlich der Frage nach dem spezifischen Potential nachzugehen, das gerade die Photographie für die Literatur besitzen könnte. Erwartet werden die regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit an der Veranstaltung sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats. Ergänzend zum Seminar wird ein Lektürekurs angeboten, in dem verschiedene Texte zur Photographietheorie vertiefend gelesen werden. Die Belegung des Lektürekurses ist für Seminarteilnehmer nicht verpflichtend, wird jedoch empfohlen. Zur Anschaffung und Vorbereitung empfohlen: Bernd Stiegler (Hrsg.): Texte zur Theorie der Fotografie, Stuttgart 2010. Leistungsnachweis Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge: Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden. B.A.-Hauptfach Germanistik (Fassung 2009/2010), alle modularisierten Lehrämter Deutsch, B.A./M.A. Berufliche Bildung und B.A. Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie): Hausarbeit (ca. 25.000 Zeichen) oder Klausur (90 Minuten). Die Prüfungen werden benotet. B.A.-Nebenfach SLK: Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. oder: Diese Veranstaltung entspricht in WP 4 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Kultur- und Medienwissenschaften m/n/o/p- (WP 4.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Wichtig: Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung. Downloads DateinameBeschreibunggültig vongültig bis Talbot_Zeichenstift_der_Natur.pdf 19.04. William Henry Fox Talbot: Der Zeichenstift der Natur Talbot_The_Pencil_of_Nature.pdf 19.04. William Henry Fox Talbot: The Pencil of Nature Benjamin_Kleine_Geschichte_der_Photographie.pdf 19.04. Walter Benjamin: Kleine Geschichte der Photographie Barthes_Die_helle_Kammer.pdf 26.04. Roland Barthes: Die helle Kammer Dubois_Der_fotografische_Akt_Auszug.pdf 03.05. Philippe Dubois: Der fotografische Akt (Auszug) Baudelaire_Das_moderne_Publikum_und_die_Photographie.pdf 10.05. Charles Baudelaire: Das moderne Publikum und die Photographie Holmes_Stereoscope_and_Stereograph.pdf 10.05. Oliver Wendell Holmes: The Stereoscope and the Stereograph Holmes_Stereoskop_und_Stereograph.pdf 10.05. Oliver Wendell Holmes: Das Stereoskop und der Stereograph Raabe_Der_Lar.pdf 24.05. Wilhelm Raabe: Der Lar Proust_Auf_der_Suche_nach_der_verlorenen_Zeit.pdf 07.06. Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Ausschnitte) Cortazar_Teufelsgeifer.pdf 21.06. Julio Cortázar: Teufelsgeifer Cortazar_Las_babas_del_diablo.pdf 21.06. Julio Cortázar: Las babas del diablo Zum Download müssen Sie angemeldet sein! Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge: Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden. B.A.-Hauptfach Germanistik (Fassung 2009/2010), alle modularisierten Lehrämter Deutsch, B.A./M.A. Berufliche Bildung und B.A. Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie): Hausarbeit (ca. 25.000 Zeichen) oder Klausur (90 Minuten). Die Prüfungen werden benotet. B.A.-Nebenfach SLK: Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. oder: Diese Veranstaltung entspricht in WP 4 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Kultur- und Medienwissenschaften m/n/o/p- (WP 4.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Wichtig: Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung. LMU München SoSe 2016 Rajabi Katharina