Uni-Kassel
14. März 2017Proseminar Medienreflexion im Film
Was ist Film? In einer mediengeschichtlichen Perspektive kann man Film als Medium beschreiben, das andere, ältere Künste wie Theater, Literatur, Malerei, Fotografie oder Musik in sich integriert hat. Diese Tatsache zeigt sich auf einer filmästhetischen Ebene unter anderem daran, dass...
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Jetzt Lernplan erstellenWas ist Film? In einer mediengeschichtlichen Perspektive kann man Film als Medium beschreiben, das andere, ältere Künste wie Theater, Literatur, Malerei, Fotografie oder Musik in sich integriert hat. Diese Tatsache zeigt sich auf einer filmästhetischen Ebene unter anderem daran, dass Filme nicht nur bewegende Geschichten mit Hilfe von bewegten Bildern erzählen, sondern häufig auch andere Medien und Künste, oder Film selbst, zum Gegenstand haben. Auf diese Weise wird Film zum Träger einer Medienreflexion und lenkt zudem die Aufmerksamkeit auf verschiedene Teilaspekte des Mediums: auf Handlungsführung, Dialoge, Tonspur und Bild- und Farbkomposition.
Ziel des Seminars wird es sein, anhand mehrerer französischer Filme einigen der Fragen nachzugehen, die diese Form der Medienreflexion aufwirft: Wie hat sich der Film aus den vorhandenen Medien herausgebildet? In welcher Form thematisiert Film die anderen Künste? Was kann man aus dieser Medienreflexion für die Interpretation von Filmen lernen? Was trägt sie zur Bedeutung eines Films insgesamt bei? Und: Wie kann man sie im theoretischen Kontext von Intermedialität, Selbstreflexivität und Mediengeschichte verorten?
Grundlage der Seminararbeit werden einige französische Filme sein, die wir teils vollständig, teils in Ausschnitten ansehen und analysieren werden: Jean Renoirs Le déjeuner sur l'herbe (1959), Jean-Luc Godards Pierrot le fou (1965), Olivier Assayas Irma Vep (1996) und François Ozons 8 Femmes (2001).
Als Arbeitswerkzeug und zur Anschaffung empfohlen:
Werner Faulstich. Grundkurs Filmanalyse. 2. Auflage. München: Fink, 2008. (16,90 Euro)
Als einführende Hintergrundlektüre empfohlen:
Helmut Schanze (Hg.). Handbuch der Mediengeschichte. Stuttgart: Kröner, 2001.
Ein Dossier mit literarischen und theoretischen Referenztexten wird zu Beginn des Semesters bereitgestellt.
Bemerkung
Ab dem Sommersemester 2010 besteht bei allen Veranstaltungen der Romanistik die Notwendigkeit, sich über HIS-LSF anzumelden. Bitte beachten Sie entsprechende Fristen und Ankündigungen.
Voraussetzungen
Erfolgreiche Teilnahme am Orientierungskurs Französische Literaturwissenschaft.
Leistungsnachweis
Regelmäßige Vorbereitung, Referat, Hausarbeit.
FB 02 Institut für Romanistik
Erfolgreiche Teilnahme am Orientierungskurs Französische Literaturwissenschaft.
Regelmäßige Vorbereitung, Referat, Hausarbeit.
Uni Kassel
SoSe 2010
Berufsbezogene Mehrsprachigkeit
Französisch
Dr.
Schöch Christof