Uni-Kassel
14. März 2017Proseminar mit Tutorium Drogenliteratur
-Was war das für ein Leben? Ein Aasleben! O du verhaßt-geliebtes Gift, Kokain, Kokain (…und die Maschine stampfte: klick-klack, klick-klack: wieder ein Stück ab…)- Walter Rheiner Während die künstlerische Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts Drogenkonsum und glorifizierten Rausch als Möglichkeiten...
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Jetzt Lernplan erstellen-Was war das für ein Leben? Ein Aasleben! O du verhaßt-geliebtes Gift, Kokain, Kokain (…und die Maschine stampfte: klick-klack, klick-klack: wieder ein Stück ab…)- Walter Rheiner
Während die künstlerische Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts Drogenkonsum und glorifizierten Rausch als Möglichkeiten der Kritik am bürgerlichen Konservatismus betrachtet, thematisiert insbesondere die Kinder- und Jugendliteratur seit den 60er Jahren den Konsum von Drogen und die damit verbundenen Abhängigkeiten weniger akzeptierend. In diesem Seminar werden Texte, in denen es um Drogen geht, im Mittelpunkt der Lektüre und Vermittlung grundlegender literaturwissenschaftlicher Kompetenzen stehen. Mit einem weit gefassten Drogenbegriff werden auch Texte gelesen, die Kaffee, Tabak und Alkohol huldigen, den Rausch idealisieren und Kokain zur Modedroge oder das Schreiben selbst zum Rauschmittel erklären.
Wie Drogenkonsum, Genuss, Sucht und Rauschzustände unter Einfluss von Tabak, Kaffee, Alkohol, Opium, Äther, Kokain, Speed, Cannabis in den unterschiedlichen Texten und Textsorten literarisch inszeniert werden, auf welche literarischen Strategien und Techniken die einzelnen Texte und Textsorten bauen und welchen Einfluss die gesellschaftspolitischen und ästhetischen Kontexte auf die inhaltliche und formale Gestaltung der jeweiligen Texte haben, wird in diesem Seminar herauszufinden sein.
Eine Liste mit den zu lesenden Texten wird in der ersten Sitzung verteilt. Es werden voraussichtlich Texte von Gottfried Benn, Walter Rheiner, Georg Trakl, Mynona, Joseph Roth, Hans Fallada, Walter Benjamin, Ernst Jünger, Klaus Mann, Jörg Fauser, Klaus Kordon, Alexa Henning von Lange, Rainald Götz, Götz Widmann u.a. gelesen. Das Seminar wird von einem Tutorium (montags, 16 bis 18 Uhr in Raum -1029/KW5) begleitet, indem die am Beispiel der Texte erarbeiteten Analysekompetenzen vertiefend geübt werden sollen.
FB 02 Institut für Germanistik
Uni Kassel
WiSe 2013/14
Germanistik/Deutsch
Dux Anna Lina