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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Übung Künstlerische Grundlagen Thinkingthingsmakingaloudstuffdoingthingsthinkingaloudmakingthingsdoing

Was war zuerst da, das Machen oder das Denken? Doing Things, Making Stuff, Thinking aloud ist als Ermutigung, Aufforderung und Methode zu verstehen. Wenn jemand laut denkt, kann das heißen, dass er ganz ungefiltert, unkalkuliert preisgibt, was ihm durch den...

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Was war zuerst da, das Machen oder das Denken? Doing Things, Making Stuff, Thinking aloud ist als Ermutigung, Aufforderung und Methode zu verstehen. Wenn jemand laut denkt, kann das heißen, dass er ganz ungefiltert, unkalkuliert preisgibt, was ihm durch den Kopf geht. Er vergisst die Situation, in der er spricht, löst sich von den üblichen kommunikativen Konventionen, zeigt sich unverstellt und verrät sich möglicherweise. Das Lautgedachte kann naiv, frei, ehrlich, neu, unkorrekt, ganz leicht sein. Laut Denken kann aber auch bedeuten, dass jemand zwar etwas sagt, es aber nicht ernst meint, es keine weitere Bedeutung hat und ohne Konsequenz bleibt. Erst denken, dann machen! ist eine oft gehörte Ermahnung. Aber sollte man wirklich nur etwas machen, wenn man vorher ausführlich gedacht hat? Welche Qualitäten hat das gedankenlose Machen? Ist es wirklich nur gefährlich und dumm oder heizt erst das Machen, das Realitäten-Schaffen, unser Denken so richtig an und wird gar zum Katalysator für Revolutionen und Erfindungen? Wir wollen uns das laute Denken in seiner Unbeschwertheit zunutze machen und es produktiv mit dem hemmungslosen Machen verbinden: Sachen machen, Dinge tun, den eigenen Gedanken folgen und sie laut und sichtbar werden lassen: z.B. durch eine Fotografie, eine Zeichnung, eine Handlung, ein gebautes Objekt, einen physikalischen Versuch. Egal in welcher Reihenfolge, wir wollen, dass Sie mit uns denken und machen, bis Sie zuguterletzt nicht mehr sagen können wie der Titel der Veranstaltung eigentlich genau heißt: Thinkingthingsmakingstuffdoingthinkingthingsmaking? Die künstlerischen Grundlagen werden in einem modularen Workshopsystem angeboten. Die Gesamtheit der Studierenden des ersten Semesters wird in Gruppen geteilt: Fünf Gruppen werden im Wintersemester und fünf Gruppen im Sommersemester unterrichtet. Jede Gruppe wird im Laufe des Semesters in vier Modulen aus jeweils drei aufeinander folgenden Terminen mit gegenwärtiger Kunstpraxis vertraut gemacht, die von traditionellen handwerklichen Techniken (wie Zeichnung/Malerei), über neuere technische Medien (wie Fotografie/Film) bis hin zu integrativen oder kombinatorischen Kunstformen (wie Intervention/Wahrnehmung/ Recherche) reicht. Die künstlerischen Grundlagen geben Ihnen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten künstlerischen Arbeitens und bieten Orientierung im Fachgebiet Bildende Kunst. Es findet eine intensive, individuelle Betreuung statt. Nutzen Sie die Offenheit zu Beginn Ihres Studiums, um gemeinsam mit anderen Neues auszuprobieren, sich selbst und uns in Ihre Gedanken einzuweihen, gemeinsam zu reflektieren und über Bekanntes hinauszugehen! FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel WiSe 2012/13 Stadt- und Regionalplanung Univ.-Prof. Klussmann Heike