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Uni-Kassel
14. März 2017

Proseminar mit Tutorium Zeitgenössische Familienromane

Zeitgenössische Familienromane Seit der Wende und Wiedervereinigung hat die Gattung des Familienromans erstaunlich an Popularität gewonnen. Neben frühen Romanen wie Monika Marons: -Pawels Briefe: Eine Familiengeschichte- und Stephan Wackwitz: -Ein unsichtbares Land- Familienroman-, die sich schon mit den Titeln explizit...

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Zeitgenössische Familienromane Seit der Wende und Wiedervereinigung hat die Gattung des Familienromans erstaunlich an Popularität gewonnen. Neben frühen Romanen wie Monika Marons: -Pawels Briefe: Eine Familiengeschichte- und Stephan Wackwitz: -Ein unsichtbares Land- Familienroman-, die sich schon mit den Titeln explizit in diese Gattung einreihen, zeichnet sich die Renaissance des Familienromans auch bei der Vergabe des Deutschen Buchpreises ab (2005: Julia Franck: -Die Mittagsfrau-, 2008: Uwe Tellkamp: -Der Turm-, 2011: Eugen Ruge: -In Zeiten des abnehmenden Lichts-). Die Konjunktur dieser Romane wird in den Medien unterschiedlich bewertet, zum einen spricht man von einem privaten Aufarbeitungsdrang, zum anderen von einer Verharmlosung der Historie -insbesondere der NS-Vergangenheit- durch die familiengeschichtliche Perspektive. Das Seminar wird diese Thesen diskutieren und ausgewählte Familienromane bezüglich ihrer narrativen Erinnerungspraktiken und ihrer spezifischen Vergangenheitsentwürfe analysieren. Die Auswahl der Familienromane ist zeitgeschichtlich orientiert und soll dazu anregen die literarische Gestaltung und Kommentierung der dargestellten geschichtlichen Phasen zu untersuchen: NS–Geschichte: Uwe Timm: -Am Beispiel meines Bruder-(Tätergeschichte), Opferperspektive: Vladimir Vertlib: -Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur- DDR-Vergangenheit: Marion Brasch: -Ab jetzt ist Ruhe- BRD-Geschichte und 68er Bewegung: Oskar Roehler: -Herkunft-. Hier läuft auch aktuell die Verfilmung des Romans mit dem Titel -Quellen des Lebens- im Balikino Kassel! Methodisch wird sich das Seminar aufgrund der groß angelegten und seitenreichen Familienromane auf Gruppenarbeiten konzentrieren. Das heißt, jede Gruppe sollte einen Roman im Seminar vorstellen. Dieses Seminar bietet optional ein Tutorium für die Studierenden an, das Montag (ab dem 29.4) von 12.00-14.00 Uhr stattfindet. Sekundärliteratur: Eichberg, Ariane: Familie-Ich- Nation. Göttingen: 2009. Eigler, Friederike: Gedächtnis und Geschichte in Generationenromanen seit der Wende. Berlin: 2005. Hajnalka, Nagy: Immer wieder Familie: Familien-und Generationenromane in der neueren Literatur. Wien: 2012. Ein Semesterapparat wird noch vor Semesterbeginn erstellt. Bitte lesen Sie zur ersten Sitzung die zwei kopierten Texte, die ich für Sie im Ordner des Semesterapparates hinterlege. Bemerkung LitWiss FB 02 Institut für Germanistik Uni Kassel SoSe 2013 Lehrveranstaltungspool FB 02 Germanistik/Deutsch Piper Jana