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Uni-München
14. März 2017

Proseminar Pfaffe Konrad Rolandslied

Vom Kampf christlicher Ritter gegen Heiden in blutigen Schlachten und Hoffnung auf religiöse Erlösung erzählt das um 1172 von pfaffe Chunrat verfasste ‚Rolandslied‘. Während es vordergründig von Karl dem Großen und dessen göttlichem Auftrag eines Missionskriegs in Spanien berichtet, verhandelt...

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Vom Kampf christlicher Ritter gegen Heiden in blutigen Schlachten und Hoffnung auf religiöse Erlösung erzählt das um 1172 von pfaffe Chunrat verfasste ‚Rolandslied‘. Während es vordergründig von Karl dem Großen und dessen göttlichem Auftrag eines Missionskriegs in Spanien berichtet, verhandelt es zugleich hochaktuelle und für die adlige Elite politisch problematische Ereignisse, die Kreuzzüge nach Jerusalem. Die deutsche Adaptation vom Scheitern adliger Heroen in einer längst vergangenen Welt wurde nach der zweiten Kreuzzugswelle verfasst und ist damit in einer Zeit entstanden, in denen sich die Niederlagen vor Jerusalem bereits tief ins kollektive Gedächtnis eingebrannt hatten. Protagonist der Erzählung ist nun gerade nicht der ideale adlige Held Karl der Große, sondern sein Neffe Roland, der durch seinen Heldentod letztendlich zu einem Heiligen werden wird. Doch was zeichnet einen idealen Helden aus? Wie wird aus einem Held ein Heiliger? Und was sagt das über einen christlichen Adligen aus, wenn er aufgrund seiner Intrige verantwortlich ist für den Märtyrertod eines ganzen Heeres? Im Zentrum des Seminars wird die Frage nach zeitgenössischen Stereotypen von ‚Held‘ und ‚Antiheld‘, ‚Christen‘ und ‚Heiden‘ stehen. Welche Ideale bzw. Negativbilder zeichnet der Text? Mitbringen sollten Sie bereits zu Semesterbeginn die Kenntnis des Textes sowie die Bereitschaft zur intensiven Textlektüre und reger Teilnahme an Diskussionen. Zur ersten Information: Eberhard Nellmann: ‚Pfaffe Konrad‘. In: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2. Aufl. 5 (1985), Sp. 115–131. Textgrundlage: Das Rolandslied des Pfaffen Konrad. Hg., übersetzt und kommentiert von Dieter Kartschoke. Reclam, Stuttgart 2004 u. ö. Leistungsnachweis Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge: Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden. B.A.-Hauptfach Germanistik alle modularisierten Lehrämter Deutsch: Hausarbeit (ca. 25.000 Zeichen). Die Prüfungen werden benotet. B.A.-Nebenfach SLK: Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. oder: Diese Veranstaltung entspricht in WP 5 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Älteren Sprachen und Kulturen m/n/o/p- (WP 5.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Wichtig: Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung. Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge: Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden. B.A.-Hauptfach Germanistik alle modularisierten Lehrämter Deutsch: Hausarbeit (ca. 25.000 Zeichen). Die Prüfungen werden benotet. B.A.-Nebenfach SLK: Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. oder: Diese Veranstaltung entspricht in WP 5 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Älteren Sprachen und Kulturen m/n/o/p- (WP 5.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Wichtig: Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung. LMU München WiSe 1415 Dr. Vögel Herfried