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Uni-Essen
14. März 2017

Proseminar Proseminar Spanische Sprachwissenschaft El lenguaje de la prensa hispanohablante Pressesprache in der Hispanidad

Um die Charakteristika und Besonderheiten der Pressesprache in der Hispanidad betrachten zu können, werden zunächst die Kernkonzepte dieses Themas zu desambiguieren sein. So wird zum einen zu klären sein, welche sprachlichen Realitäten sich im Einzelnen unter dem abstrahierenden Überbegriff der...

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Um die Charakteristika und Besonderheiten der Pressesprache in der Hispanidad betrachten zu können, werden zunächst die Kernkonzepte dieses Themas zu desambiguieren sein. So wird zum einen zu klären sein, welche sprachlichen Realitäten sich im Einzelnen unter dem abstrahierenden Überbegriff der Pressesprache verbergen, und welche Definition von Pressesprache als weitere Arbeitsgrundlage dienen soll. Zum anderen wird das Konzept der Hispanidad als mitnichten homogener Sprachraum in seiner historischen Gewachsenheit und gegenwärtigen Ausprägung zu behandeln sein, um angemessene Referenzpunkte für die varietätenlinguistische Ausrichtung des Seminars zu gewinnen. Im Anschluss an diese definitorische Einführung und eine erste Überblicksdarstellung der Presselandschaft Spaniens und Lateinamerikas sollen zunächst Nutzung und Nutzen der wichtigsten wortschatzerweiternden Mechanismen wie Wortneubildung, Entlehnung und Bedeutungsveränderung bei der Vermittlung der sich stetig verändernden Umwelt untersucht werden, um diese sprachliche Realität mit den – nicht selten ideologisch geprägten – Regularien spanischer und lateinamerikanischer Stilbücher kontrastieren zu können. In Ergänzung zu diesem primär wortzentrierten Analyseansatz werden journalistische Textsorten wie noticia, reportaje, crónica aber auch interaktive Kommunikations-formen wie entrevistas und blogs als übergeordnete Informationseinheiten analysiert und in ihrer Sender-Empfänger bedingten Abhängigkeit entschlüsselt werden. In den letzten Sitzungen wird dann der Wechselbeziehung zwischen sprachlicher Varianz und der theoretischen Entortung des medialen Diskurses in Form von Fragestellungen zu länderspezifischen Besonderheiten und der Bedeutung diasystematisch markierter Einheiten in der Presse nachgegangen werden. Ziel dieser Veranstaltung ist es, einen Einblick in die Regelhaftigkeit und Funktionalität der spanischsprachigen Pressesprache zu geben, und die Hispanidad als plurizentrischen Sprachraum kennenzulernen. Voraussetzungen für den Scheinerwerb sind neben der regelmäßigen (max. 2 Fehlstunden) und aktiven Teilnahme am Seminar das erfolgreiche Bestehen einer Klausur. Vorbereitende Pflichtlektüre: Lebsanft, Franz (2001): -Sprache und Massenkommunikation. Langue et Communication de masse-, in: : Holtus, Günter/Metzeltin, Michael/Schmitt, Christian (Hgg.): Lexikon der Romanistischen Linguistik (LRL), Bd. I,2, 292-304. Lebsanft, Franz (1997): -Textsorten in der Spanischen Tagespresse-, in: Gather, Andreas/Werner, Heinz (Hgg.): Semiotische Prozesse und natürliche Sprache. Festschrift für Udo L. Figge zum 60. Geburtstag, Stuttgart, 366-381. Lüger, Heinz-Helmut (21995): Pressesprache, Tübingen. Romanistik Universität Duisburg-Essen WS 2009/10 alle Studiengänge, alle Studiengänge/Studienfächer Romanistik