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Uni-München
14. März 2017

Proseminar Shakespeare's Globe Inszenierungen Theater analysieren Gissenwehrer

In diesem Proseminar werden die Teilnehmer/innen mit den einschlägigen Verfahren der Inszenierungs- bzw. Aufführungsanalyse vertraut gemacht. Die methodischen und terminologischen Grundlagen der Analyse von Text- und Musiktheater, Tanz, Performance sowie Film werden anhand von exemplarischen Aufführungen bzw. theatralen Ereignissen vermittelt...

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In diesem Proseminar werden die Teilnehmer/innen mit den einschlägigen Verfahren der Inszenierungs- bzw. Aufführungsanalyse vertraut gemacht. Die methodischen und terminologischen Grundlagen der Analyse von Text- und Musiktheater, Tanz, Performance sowie Film werden anhand von exemplarischen Aufführungen bzw. theatralen Ereignissen vermittelt und erörtert. In der ersten Hälfte des Seminars liegt das Schwergewicht auf der Schulung von Wahrnehmung komplexer theatraler Codes, die erkannt, zueinander in Beziehung gesetzt und dann erst in ihrer Sinnstiftung erfasst werden müssen. Da die Analyse von Aufführungen zu den komplexesten Aufgabenstellungen der Theaterwissenschaft gehören und somit intensive Auseinandersetzung mit nur wenigen Beispielen geraten ist, werden in den einzelnen Seminaren nicht alle Theaterformen behandelt. Die Auswahl der Inszenierungen, die in den einzelnen Proseminaren besprochen werden, gibt den Studierenden Gelegenheit, nach Interessenlage ihre Schwerpunkte zu wählen. Da die Teilnehmerzahl der einzelnen Proseminare begrenzt ist, eine Umverteilung auf freie Plätze in Proseminare mit anderen Schwerpunkten ist möglich. -------------------------- Zur Methodik der Inszenierungsanalyse gibt es kursübergreifende Begleit-Tutorien -Text-und Inszenierungsanalyse- und -Filmanalyse- zur Vertiefung, Ergänzung und Übung inkl. gemeinsamer Theaterbesuchen. --------------------------- Shakespeare's Globe-Inszenierungen Es sei gestattet, im 2016-Gedenkjahr das Interesse nicht nur auf William Shakespeare zu konzentrieren, sondern auch jenem Theater Aufmerksamkeit zu schenken, in dem die meisten seiner Erstaufführungen stattfanden und auf dessen Bühne er wahrscheinlich auch gespielt hat. Von diesem ursprünglichen Globe Playhouse sind nur mehr ein paar Fundamentsteine übrig. Seit über hundert Jahren entstanden über den Erdball verstreut mehr oder weniger kuriose Nachbauten dieses Theaters, in London wurde auf der Bankside Mitte der 1990er Jahre ein Fachwerksbau als bislang möglichste Annäherung an das Original errichtet. Es lohnt, die Quellen (Stadtansichten des 16. Und 17. Jhd., Reiseberichte, Bauverträge und archäologische Befunde) für dieses Unternehmen genauer zu studieren, und die Konsequenzen daraus für den Neubau. Die Authetizitätsideen und – debatten der Macher bezüglich Neubau, Spielplan und Aufführungspraxis bilden eine interessante Grundlage für ein genaues Studium von Produktionen der letzten Spielzeiten, von denen 21 glücklicherweise als Kauf-DVDs verfügbar sind. Die fachliche Auseinandersetzung mit ausgewählten Inszenierungen bietet die Gelegenheit, die entsprechenden Dramen kennenzulernen, sowie unter Einbezug aufführungsanalytischer Methoden Gelungenes und Gescheitertes im Shakespeare’s Globe herauszufinden. W3-Professur für Theaterwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Christopher Balme) Leistungsnachweis BA Theaterwissenschaft und BA Kunst, Musik, Theater: • Referat (ca. 15 Minuten) • Hausarbeit (9000-12000 Zeichen) 6 ECTS LMU München SoSe 2016 Prof.Dr. Gissenwehrer Michael