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Uni-München
14. März 2017

Proseminar The Wars of the Roses Analyse von Theatertexten Gissenwehrer

In diesem Proseminar werden grundlegende Theorien, Methoden und Begriffe der Analyse von traditionellen dramatischen sowie postdramatischen Theatertexten, also der schriftlichen Basis von szenischen Kunstwerken, sowie von ästhetischen Texten im weiteren Sinn in ihrer spezifischen medialen Form (Szenarien, Drehbücher, Libretti, Partituren,...

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In diesem Proseminar werden grundlegende Theorien, Methoden und Begriffe der Analyse von traditionellen dramatischen sowie postdramatischen Theatertexten, also der schriftlichen Basis von szenischen Kunstwerken, sowie von ästhetischen Texten im weiteren Sinn in ihrer spezifischen medialen Form (Szenarien, Drehbücher, Libretti, Partituren, Choreografien, Bilder etc.) vermittelt. Anhand exemplarischer Beispiele der verschiedenen theatralen Genres (Sprech-, Musik-, Tanztheater, Performance und Film) werden deren dramaturgische und ästhetische Verfahrensweisen untersucht, deren Bestimmung eingeübt und deren Bedeutungsstrukturen resp. Verständnismöglichkeiten erarbeitet. Die Kenntnis der jeweiligen Texte wird bei Beginn des Proseminars vorausgesetzt. Zur Methodik der Dramenanalyse gibt es ein kursübergreifendes Begleit-Tutorium zur Vertiefung, Ergänzung und Übung inkl. gemeinsamer Theaterbesuchen. -------------------------- The Wars of the Roses Michael Fassbenders Macbeth wird als -Shakespeare für die 'Game of Thrones'-Generation- beschrieben, und Experten nicht nur der Forschungsregionalliga bemühen jüngst die Serie, um mehr Aufmerksamkeit für ihre Erkenntnisse herauszuschinden. Die diesbezügliche argumentative Kleinarbeit ist Krampf, und mündet dann in trotziger Selbstverständlichkeit, dass Shakespeare sowieso für jedes Leinwand- und Bildschirmepos als Spiritus rector agiert. In Anbetracht seines dramatischen Werkes kann ihm eine gewisse Phantasie nicht abgesprochen werden, aber für ein bestimmtes Subgenre brauchte er sich nur die historische Wirklichkeit vorzunehmen, deren Ausmaß an Machtkämpfen, Brutalität und Tod das Kreativvermögen gegenwärtiger Phantasy-Schreiberlinge allemal weit übersteigt. Shakespeare studierte die Chroniken und dramatisierte das mittelalterliche Abschlachten für ein paar Jahre Königsthron in der Miniserie -Henry VI- (3 Teile) und -Richard III-. Diese Stücke - im englischen Original - über die sog. Wars of the Roses, eingeführt durch -Henry V-, werden auf der Basis von Historikerwissen verständlich gemacht und hinsichtlich ihrer Dramaturgien analysiert. W3-Professur für Theaterwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Christopher Balme) Leistungsnachweis BA Theaterwissenschaft und BA Kunst, Musik, Theater: • Referat (ca. 15 Minuten) • Hausarbeit oder Übungsaufgaben (9000-12000 Zeichen) 6 ECTS LMU München SoSe 2016 Prof.Dr. Gissenwehrer Michael