Uni-München
14. März 2017Proseminar Glotzt nicht so romantisch Das epische Theater Bertolt Brechts Analyse von Theatertexten Tretter
In diesem Proseminar werden grundlegende Theorien, Methoden und Begriffe der Analyse von traditionellen dramatischen sowie postdramatischen Theatertexten, also der schriftlichen Basis von szenischen Kunstwerken, sowie von ästhetischen Texten im weiteren Sinn in ihrer spezifischen medialen Form (Szenarien, Drehbücher, Libretti, Partituren,...
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Jetzt Lernplan erstellenIn diesem Proseminar werden grundlegende Theorien, Methoden und Begriffe der Analyse von traditionellen dramatischen sowie postdramatischen Theatertexten, also der schriftlichen Basis von szenischen Kunstwerken, sowie von ästhetischen Texten im weiteren Sinn in ihrer spezifischen medialen Form (Szenarien, Drehbücher, Libretti, Partituren, Choreografien, Bilder etc.) vermittelt. Anhand exemplarischer Beispiele der verschiedenen theatralen Genres (Sprech-, Musik-, Tanztheater, Performance und Film) werden deren dramaturgische und ästhetische Verfahrensweisen untersucht, deren Bestimmung eingeübt und deren Bedeutungsstrukturen resp. Verständnismöglichkeiten erarbeitet.
Die Kenntnis der jeweiligen Texte wird bei Beginn des Proseminars vorausgesetzt.
Zur Methodik der Dramenanalyse gibt es ein kursübergreifendes Begleit-Tutorium zur Vertiefung, Ergänzung und Übung inkl. gemeinsamer Theaterbesuchen.
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-Glotzt nicht so romantisch!- - Das epische Theater Bertolt Brechts
Das Theater Bertolt Brechts erscheint auf den ersten Blick eindeutig zu beschreiben: Keine Einfühlung. Keine Illusionen. Keine Missverständnisse. Doch bedeutet dies auch keinen Interpretationsspielraum? Die Brecht-Erben, vertreten durch den Suhrkamp-Verlag, erreichten vergangenes Jahr das Verbot der Baal-Inszenierung von Frank Castorf am Münchner Residenztheater, indem sie erfolgreich gegen die -Auflösung der Werkeinheit- klagten. Im Seminar befragen wir den Begriff dieser -Werkeinheit- und überprüfen die Eindeutigkeit seiner Stücke. Vor dem Hintergrund der Theorie des Epischen Theaters analysieren wir unterschiedliche Theatertexte Brechts und diskutieren ihren sozial-kritischen Impetus. Darüber hinaus werfen wir einen Blick auf die Entwicklung des Postepischen, z.B. anhand der Dokumentartheaterarbeit von Rimini Protokoll (Adolf Hitler: Mein Kampf, Münchner Kammerspiele).
Zur Vorbereitung: Brecht: Kleines Organon für das Theater (1948)
Ausgewählte Theatertexte:
Baal (1918)
Die Dreigroschenoper (1928) / Die heilige Johanna der Schlachthöfe (1929)
Furcht und Elend des Dritten Reiches (1937-1938)
Tage der Commune (1949)
W3-Professur für Theaterwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Christopher Balme)
Leistungsnachweis BA Theaterwissenschaft und BA Kunst, Musik, Theater:
• Referat (ca. 15 Minuten)
• Hausarbeit oder Übungsaufgaben (9000-12000 Zeichen)
6 ECTS
LMU München
SoSe 2016
M.A.
Tretter Antonia M.A