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Uni-Kassel
14. März 2017

Proseminar Traumerzählungen

Die Erfahrung des Traums ist alltäglich und universell. Dabei sind Trauminhalte häufig verworren und bedürfen in einem hohen Maße der Deutung. Diesem Interpretationsbedarf des Traums steht die Schwierigkeit seiner Kommunizierbarkeit entgegen, denn was den Traum kennzeichnet, ist vor allem seine...

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Die Erfahrung des Traums ist alltäglich und universell. Dabei sind Trauminhalte häufig verworren und bedürfen in einem hohen Maße der Deutung. Diesem Interpretationsbedarf des Traums steht die Schwierigkeit seiner Kommunizierbarkeit entgegen, denn was den Traum kennzeichnet, ist vor allem seine Flüchtigkeit. Im Moment des Erwachens ist er schon nicht mehr präsent und – wenn überhaupt – nur noch im Modus der Erinnerung fassbar. Das Seminar möchte einleitend einen kurzen Überblick verschaffen über die Kulturgeschichte des Traums und den Wandel seiner Bedeutung vom Medium göttlicher Botschaften bis zur originären Leistung der menschlichen Psyche, als die er heute angesehen wird. Ferner soll das Verhältnis von Traum und Kunst in den Blick genommen werden, denn ähnlich wie verwandte Phänomene der Vision und der Halluzination gründet der Traum in der Imagination, was ihn spätestens seit der Romantik in ein enges Verhältnis zum künstlerischen Schaffen setzt. Im Zentrum der Arbeit des Seminars wird dann die Frage stehen, wie Träume, die in Form flüchtiger Bildsequenzen erscheinen, in narrativen Texten fixiert werden. Dies soll anhand einer Auswahl sowohl fiktionaler als auch authentischer Traumtexte geschehen, deren chronologischer Rahmen sich von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart erstreckt. Der historische Wandel, der sich anhand dieser Textauswahl im Traumschreiben abzeichnet, ist auch in Bezug auf nicht-literarische Diskurse über den Traum (etwa Freuds Traumdeutung) zu setzten, deren Auswirkung auf die Rhetorik der Traumerzählung untersucht werden soll. Ein Reader mit den im Seminar zu behandelnden Texten wird den Teilnehmern zu Beginn des Semesters als Kopiervorlage zur Verfügung gestellt. VoraussetzungenErfolgreich abgeschlossener OK Französische Literaturwissenschaft Leistungsnachweis Regelmäßige aktive Teilnahme, Referat und Hausarbeit FB 02 Institut für Romanistik Erfolgreich abgeschlossener OK Französische Literaturwissenschaft Leistungsnachweis Regelmäßige aktive Teilnahme, Referat und Hausarbeit Regelmäßige aktive Teilnahme, Referat und Hausarbeit Uni Kassel WS 2008/2009 Berufsbezogene Mehrsprachigkeit Wirtschaftspädagogik Müller Stephanie