Uni-Siegen
14. März 2017ROMSEMINAR 2012 Leiden schaf f t Mathematik Emotionen 8211 Aversionen 8211 Obsessionen
Die Mehrheit bringt der Mathematik Gefühle entgegen, wie sie nach Aristoteles durch die Tragödie geweckt werden sollen, nämlich Mitleid und Furcht. Mitleid mit denen, die sich mit der Mathematik plagen müssen, und Furcht: dass man selbst einmal in diese gefährliche...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Mehrheit bringt der Mathematik Gefühle entgegen, wie sie nach Aristoteles durch die Tragödie geweckt werden sollen, nämlich Mitleid und Furcht. Mitleid mit denen, die sich mit der Mathematik plagen müssen, und Furcht: dass man selbst einmal in diese gefährliche Lage geraten könne. Paul Epstein (1883 – 1966)
Nur wenn man nicht auf den Nutzen nach außen sieht, sondern in der Mathematik selbst auf das Verhältnis der unbenutzten Teile, bemerkt man das andere und eigentliche Gesicht dieser Wissenschaft. Es ist nicht zweckbedacht, sondern unökonomisch und leidenschaftlich. (…) Die Mathematik ist Tapferkeitsluxus der reinen Ratio, einer der wenigen, die es heute gibt. Robert Musil (1880 – 1942)
Auch wenn die Definitionen, Theoreme und Beweise der Mathematik auf den ersten Blick abstrakt und nüchtern wirken, so sind sie doch auf verschiedenste Weise mit Emotionen verbunden. Hieraus lassen sich vielfältige Themen für das Romseminar finden:
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Freude an mathematischer Schönheit
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Leidenschaftliche Mathematiker und ihre Obsessionen
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Faszination von Zahlenmystik und Magie
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Ursachen und Folgen der verbreiteten Angst vor der Mathematik
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Gefühle gegenüber der Mathematik im Spiegel der Literatur
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Können Emotionen mathematisch beschrieben werden?
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Künstliche Intelligenz und Emotionalität
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Gefühle bei der Benutzung des Computers
Diese und weitere Fragen wird das Romseminar 2012 thematisieren; es bietet dabei die besondere Möglichkeit, über den Tellerrand des eigenen Studienfachs hinaus zu schauen, um sich mit dem historischen und kulturellen Hintergrund der Mathematik und ihrem Bezug zu anderen Disziplinen zu beschäftigen.
Im Laufe des Wintersemesters werden verschiedene Aspekte des Themas diskutiert und individuelle Vorträge ausgearbeitet und erprobt. Diese werden anschließend gemeinsam mit Studierenden aus Dresden, Siegen und Tübingen während der Kompaktphase in Rom in der ersten Märzwoche (5.3. bis 10.3.) 2012 präsentiert. Ein vielseitiges Begleitprogramm zu sonst nicht zugänglichen Orten in Rom bereichert diese 16. Romseminar.
Voraussetzung für das Seminar ist das Interesse an Mathematik und Mathematikgeschichte; geeignet ab dem ersten Semester.
Rathgeb, Martin, Dr.
Interesse an Mathematik(geschichte) und interdisziplinären Themen
Universität Siegen
WiSe 2011/12
Univ.-Prof. Dr.
Nickel Gregor