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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Abstraktion als Paradigma der Kunst nach 1945

Nach den Schrecken und der Barbarei des Zweiten Weltkrieges ist die Kunst geprägt von der Abstraktion als künstlerischem Mittel. Bis in die 1960er Jahre kann man die Abstraktion geradezu als Paradigma bezeichnen, so stark hat sie die verschiedenen Strömungen der...

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Nach den Schrecken und der Barbarei des Zweiten Weltkrieges ist die Kunst geprägt von der Abstraktion als künstlerischem Mittel. Bis in die 1960er Jahre kann man die Abstraktion geradezu als Paradigma bezeichnen, so stark hat sie die verschiedenen Strömungen der Kunst durchzogen. In Frankreich entsteht der sich über ganz Europa ausbreitende Tachismus, in den USA entwickelt sich der Abstrakte Expressionismus, der starken Einfluss auf die internationale Kunstszene ausübte. Nach der informellen Kunst, die stark von der Vorstellung geprägt war, dass der Künstler seinen Ausdruck unmittelbar mit spontan-gestischen Handlungen finden muss, beginnt ab den späten 1950er Jahren eine gegensätzliche Entwicklung hin zur Anonymisierung der künstlerischen Handschrift, die jedoch immer noch das Mittel der Abstraktion nutzt: so etwa bei ZERO, in der Op Art oder auch in der Minimal Art. Nach einem kunsthistorischen Rückblick in die Zeit der klassischen Moderne, also zu den Grundlagen der abstrakten Kunst, soll in diesem Seminar die Frage im Vordergrund stehen, wie sich das künstlerische Mittel der Abstraktion nach 1945 entwickeln und durchsetzen konnte. Die Zeit bis etwa zum Jahr 1955 wird hierbei im Focus stehen. Was waren die kunsthistorischen, historischen, sozialen und philosophischen Voraussetzungen und Bedingungen, unter denen die abstrakte Kunst ihren 'Siegeszug' antreten konnte? In diesem Rahmen soll eine Auseinandersetzung mit einzelnen künstlerischen Positionen stattfinden, wobei es neben der kunstwissenschaftlichen Analyse besonders um deren Kontextualisierung gehen soll. Kunsthochschule Kassel Uni Kassel WS 2007/2008 Kunstwissenschaft M.A. Pörschmann Dirk M.A