Uni-Dortmund
14. März 2017Seminar Alles Geschmackssache Planung zwischen Sachlichkeit und Willkür
Beschreibung Proteste gegen -prominente- Planungsentscheidungen wie das Bahnhofsprojekt -Stuttgart 21- oder den Flughafen Berlin-Brandenburg -BER- sind mittlerweile an der Tagesordnung. Aber auch die Ansiedlung von Industrieanlagen und Gewerbebetrieben wie bspw. Spielhallen birgt großes Konfliktpotential. Die -will man in der Nachbarschaft...
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Proteste gegen -prominente- Planungsentscheidungen wie das Bahnhofsprojekt -Stuttgart 21- oder den Flughafen Berlin-Brandenburg -BER- sind mittlerweile an der Tagesordnung. Aber auch die Ansiedlung von Industrieanlagen und Gewerbebetrieben wie bspw. Spielhallen birgt großes Konfliktpotential. Die -will man in der Nachbarschaft nicht haben-. Der -Trading-Down-Effekt- wird befürchtet.
Ausgehend von den normativen Anforderungen, die das Rechtsstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 3 GG an die Planung stellt, soll der Frage nachgegangen werden, warum planerische Entscheidungen zunehmend als nicht mehr sachgerecht, sondern willkürlich empfunden werden. Wer -irrt- – die Bevölkerung oder die Planung? Ist das -freie Ermessen- der Behörden Einfallstor für Willkür? Kann der -gute Geschmack- eine Planungsgrenze sein? Welche Rolle spielt das Planungsrecht in diesem Zusammenhang?
Die Veranstaltung, die sich an fortgeschrittene Studierende richtet, befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen Sachlichkeit und Willkür, in dem sich die (Raum-)Planung bewegt. Dabei sollen anhand von Beispielen die Hintergründe dieses Problemfeldes beleuchtet, rechtliche Lösungsansätze dargestellt und in ihrer praktischen Bedeutung eingeordnet werden. Juristische Vorkenntnisse sind von Vorteil, werden aber nicht vorausgesetzt. Die Übernahme eines Referats, welches im Rahmen einer Hausarbeit schriftlich ausgearbeitet werden soll, ist Teilnahmevoraussetzung.
Kompetenzen
Die Studierenden erlernen und üben den Umgang mit rechtlichen und rechtspolitischen Texten und Problemstellungen. In Auseinandersetzung mit gesetzgeberischen Vorhaben und praktisch relevanten Rechtsproblemen sollen Tendenzen der Rechtsentwicklung exemplarisch dargestellt, kritische Positionen erarbeitet und in der Diskussion argumentativ vertreten werden.
Hinweis
Ein Themenplan wird vor Semesterbeginn auf die Fachgebietshomepage gestellt. Der Themenplan kann auf Anregung der Teilnehmenden bzw. aus aktuellem Anlass ergänzt bzw. verändert werden. Die Referatsvergabe erfolgt in der ersten Veranstaltung.
Raumplanung
B.Sc. RP (2007): Erfolgreicher Abschluss der Module 1 - 3, 6 und 8 zur Teilnahme am Seminar. (Stichtag: Seminaranmeldung)
B.Sc. RP (2012): Erfolgreicher Abschluss der Module 1, 2, 8, 9 und 12 zur Teilnahme am Seminar. (Stichtag: Seminaranmeldung)
Prüfung: Teilleistung (benotet)
Prüfungsform: Seminar
Die Bearbeitung der Teilleistung erfordert die regelmäßige und aktive Mitarbeit der Studierenden. Diese umfasst insbesondere mündliche und schriftliche Diskussionsbeiträge sowie: Der Leistungsnachweis besteht aus der Übernahme eines Referats, welches im Rahmen einer Hausarbeit schriftlich ausgearbeitet werden soll.
Technische Universität Dortmund
WiSe 2013/14
Bachelor Raumplanung (2012)
Prof. Dr.
Grigoleit Klaus Joachim