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Uni-Dortmund
14. März 2017

Projekt M 09 Kooperative Quartiersentwicklung mit privaten Immobilieneigentümern

Beschreibung Mit der massiven Veränderung des Einkaufsverhaltens ist in den vielen Innenstädten NRW ein erheblicher Verlust an Kaufkraft und Umsätzen im Einzelhandel zu beobachten. Innerstädtische Einkaufszentren wie auch Factory Outlet Center in der nahen Peripherie setzen den Mietern wie auch...

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Beschreibung Mit der massiven Veränderung des Einkaufsverhaltens ist in den vielen Innenstädten NRW ein erheblicher Verlust an Kaufkraft und Umsätzen im Einzelhandel zu beobachten. Innerstädtische Einkaufszentren wie auch Factory Outlet Center in der nahen Peripherie setzen den Mietern wie auch den Eigentümer privater Einzelhandelsimmobilien oftmals stark zu. Gleichzeitig führen die leeren Haushaltskassen vieler NRW-Kommunen dazu, dass auch die öffentlichen Räume in den Innenstädten einen Attraktivitätsverlust erleiden. Die Eigentümer versuchen oftmals u.a. mit sinkenden Mieten zu reagieren, gleichwohl entstehen zunehmend Leerstände, die dauerhaft nicht signifikant verringert werden können. Lerninhalte: Ziel der Veranstaltung ist es, dass die Studenten im Laufe des Projektes analytisch und konzeptionell ein Konzept zur Entwicklung des Innenstadtquartiers einer Großstadt in NRW entwickeln. Dies soll in enger Kooperation mit den lokalen Akteuren erfolgen. Denn in den letzten Jahren entstand in vielen Städten auf Seiten einzelner Haus- und Grundeigentümer ein Interesse, sich gegen diese Entwicklung zu stemmen und gemeinsam mit Politik und Verwaltung die bestehende Grundstruktur zu überprüfen und wenn möglich, zu verbessern. Auch die Landespolitik hat hierauf in der Vergangenheit reagiert und z.B. die notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen für Immobilienstandortgemeinschaften, wie z.B. den Business Improvement Districts (BIDs), zu schaffen. Ziel könnte es sein, mittels eines immobilienwirtschaftlichen Quartiermanagement die Attraktivität des Einzelhandels zu erhöhen und mit Entwicklungsbausteinen erforderliche Maßnahmen zu identifizieren. Um Planungsgrundlagen zu schaffen und Konzepte zu erarbeiten, sind zunächst in der Analysephase Kennziffern wie Betriebsstätten, Eigentümerstruktur, Kaufkraft, Umsatz, Zentralität u.a. zu erheben. Mit einer ersten quantitativen und qualitativen Bestandsaufnahme vor Ort und Analyse der Ergebnisse lassen sich Ergebnisse erarbeiten und entsprechend kommunizieren. Diese Ergebnisse sind gemeinsam mit örtlichen Akteuren zu diskutieren und Ursache und Wirkung für die Ist-Situation abzuleiten. Für die Analyse bietet sich eine Nutzung geographischer Informationssysteme (ArcGIS) an. Im folgenden Schritt müssen die kommunalen Interessen und Eigentümerinteressen abgewogen und zu zielführenden Entwicklungsbausteinen ausgearbeitet werden. Das könnte z. B. im Sinne eines ISG (Immobilienstandortgemeinschaft) bzw. ESG (Eigentümerstandortgemeinschaft) umgesetzt werden. Daher sind die städtebaulichen Strukturen, die Marktsituation, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Stakeholder zu berücksichtigen. Geplant sind zudem Öffentlichkeitsveranstaltungen zur Vorstellung des Konzeptes bei den örtlichen Innenstadtakteuren. Literaturhinweise: - Schulte (2008): Immobilienökonomie, Bd. 1., Betriebswirtschaftliche Grundlagen, München, 4. Auflage - Hecker, Mischa (2010): Business Improvement Districts in Deutschland, Berlin. - Holm, A. (2011): Initiativen für ein Recht auf Stadt. Hamburg 2011 - Steppeler, Hubert (2006): Immobilen- und Standortgemeinschaften Ein innovativer Ansatz zur Revitalisierung deutscher Innenstädte? Baden Baden. - Gorgol, A. (2008): Housing Improvement Districts (HIDs): ein neues Instrument für die Quartiersentwicklung? In: Quartiersforschung : zwischen Theorie und Praxis / Olaf Schnur (Hrsg.). - Wiesbaden, 2008, S. 277-298. - Franke, T. (2011): Verstetigung integrierter Quartiersentwicklung in benachteiligten Stadtteilen in Nordrhein-Westfalen, Hrsg. Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. - BBSR (2012): Sicherung tragfähiger Strukturen für die Quartiersentwicklung im Programm soziale Stadt, Bonn. - Drilling/Schnur (2012): Nachhaltige Quartiersentwicklung, Wiesbaden. Lehrstuhl Immobilienentwicklung M.Sc. Raumplanung (2012): Das Modul wird mit einer benoteten Modulprüfung abgeschlossen. Weitere Informationen in Prüfungsordnung, Modulhandbuch und Projektwiki. M.Sc. Raumplanung (2008): Das Modul wird mit zwei unbenoteten Teilleistungen abgeschlossen. Weitere Informationen in Prüfungsordnung, Modulhandbuch und Projektwiki. Technische Universität Dortmund SoSe 2014 Master Raumplanung (2008) Prof. Dr. Nadler Michael