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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar arclos Typologien im Bestand

Bauen im Bestand ist nicht erst seit Thematisierung des demographischen Wandels eine Alternative zum Neubau. Es wird aber immer mehr zur offensichtlichen Notwendigkeit - zu eindeutig sind die derzeitigen demographischen und ökonomischen Parameter. Für das -Weiterbauen- vorhandener Bauwerke und Stadtstrukturen...

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Bauen im Bestand ist nicht erst seit Thematisierung des demographischen Wandels eine Alternative zum Neubau. Es wird aber immer mehr zur offensichtlichen Notwendigkeit - zu eindeutig sind die derzeitigen demographischen und ökonomischen Parameter. Für das -Weiterbauen- vorhandener Bauwerke und Stadtstrukturen sprechen ebenso: das gestiegene Bewusstsein für den Energieverbrauch hinsichtlich einer Gesamtenergiebilanz von Gebäuden, das Ziel der europäischen Union den Flächenverbrauch zu minimieren, der weitgehende Wegfall des sozialen Wohnungsbaus, der Identifikationswert bestehender baulicher Strukturen für die Bevölkerung, etc. Wenn das Bauen im Bestand nun stärker als sonst in den Fokus rückt, so lohnt sich ein umfassender und kriterienorientierter Blick in die Vielfalt architektonischer Typologien, um Potentiale und Restriktionen zum Weiterbauen zu erkennen. Im Gegensatz zu technischen und bauphysikalischen -hard facts- der hardware Architektur, ist die software von Programm, Nutzung, Bewohner, etc. bislang weitaus weniger berücksichtigt. Im Seminar werden wir uns der Frage widmen, welche hardware (Architektur) zu welcher software (Bewohner) passen/nicht passen könnte und werden architektonische Elemente wie Grundrisstrukturen, Erschließung, Belichtung, soziale Entstehungsbedingungen, etc. untersuchen. Zu diesem Thema möchten wir eine Ausgabe von arclos! veröffentlichen. arclos! wird vom Fachgebiet Entwerfen im Bestand des Fachbereiches Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung der Universität Kassel herausgegeben und erscheint 4x jährlich. Die Zeitschrift geht aus dem -Literaturseminar zu Architektur, Kultur und Planung - arclos!- hervor. Die Redaktionsleitung liegt bei Alexander Eichenlaub und Marc Kirschbaum, die mit den im jeweiligen Semester teilnehmenden Studenten die Redaktion bilden. arclos! versteht sich als interdisziplinäre Zeitschrift, bei der diverse Fachzeitschriften ausgewertet sowie Beiträge und Themen zur Diskussion gestellt werden. Aus dieser Auswertung werden geeignete Beiträge im jeweiligen Heft veröffentlicht. Darüber hinaus tragen externe Autoren, Lehrende und Studierende des Fachbereichs Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung mit Aufsätzen zur Zeitschrift bei. Mit arclos! arbeiten wir auf non-profit Basis und verfolgen keine kommerziellen Interessen, sondern möchten vielmehr einen kritischen Querschnitt aus den ausgewerteten und der Redaktion wichtig erscheinenden Themen liefern. arclos! auswertet: the architect´s journal, The Architectural Review, archithese, ARCH+, Baumeister, Bausubstanz, Bauwelt, db, DBZ, Der Architekt, Deutsches Architektenblatt, du, Garten + Landschaft, Mikado, Natur und Landschaft, werk, bauen + wohnen, Wolkenkuckucksheim, u.a. Mit arclos! möchten wir die Lese- und Schreibkultur der Studierenden fördern. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit architektonischen, planerischen und kulturellen Inhalten stellt einen wichtigen Baustein des Studiums dar und ist als theoretische Auseinandersetzung immer auch Teil der architektonisch-räumlichen Praxis. Die Studierenden werden in das Prozedere der Herstellung einer Zeitschrift eingebunden und in die kritische, journalistische, theoretische und praktische Arbeitsweise eingeführt: Recherche, Interview, Architekturkritik oder ein eigener wissenschaftlicher Beitrag im Heft sind nur einige Möglichkeiten. Die inhaltliche Arbeit wird durch die redaktionelle Arbeit wie der Abfrage von Rechten, Graphik, Layout und Satz, etc. ergänzt. Studienleistungen: erwartet wird die aktive und regelmäßige Mitarbeit, d.h.: umfassende Literaturrecherche (Auswertung von ca. 3-4 Zeitschriften je Teilnehmer), Vorstellung der Beiträge, Studium der Lektüre im Semesterapparat, Recherche und weitere redaktionelle Arbeiten. Dies wird mit einem Seminarschein belohnt. Im Rahmen des Seminars können Studienarbeiten, gern auch in interdisziplinärer Kooperation entstehen. FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel SoSe 2010 Architektur Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung Dr. Kirschbaum Marc