Uni-Dortmund
14. März 2017Seminar Das Selbst und das Andere Einführung in die Anerkennungstheorie Überblick 19 und 20 Jahrhundert
Thema: Die Theorie der Anerkennung erlebte in den letzten Jahren eine sehr weitgehende Renaissance. Die modernen Derivate der Anerkennungstheorie findet man in der Ontologie, der Erkenntnistheorie, der Moralphilosophie, der politischen Philosophie, der Gesellschafts- und Handlungstheorie, der Rechtsphilosophie und der philosophischen...
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Jetzt Lernplan erstellenThema: Die Theorie der Anerkennung erlebte in den letzten Jahren eine sehr weitgehende Renaissance. Die modernen Derivate der Anerkennungstheorie findet man in der Ontologie, der Erkenntnistheorie, der Moralphilosophie, der politischen Philosophie, der Gesellschafts- und Handlungstheorie, der Rechtsphilosophie und der philosophischen Anthropologie. Primär wird die Anerkennungstheorie zur Untersuchung zwischenmenschlicher Beziehungen angewendet. Die logische Grundfigur der -Grammatik der Anerkennung- besteht darin, dass das -Selbst- in einem Interaktionsverhältnis mit einem -Anderen- steht, dessen essentielle Bestimmungen dem Selbst nicht unmittelbar erkenntlich sind. Die Anerkennungstheorien beleuchten die unterschiedlichen Aspekte dieser Interaktion in verschiedenen Hinsichten.
Seminarziele: Das Seminar gibt eine Einführung in die theoretischen Grundlagen der Anerkennungstheorie. Diese Wissensbasis soll es Ihnen ermöglichen, später eigenständig die modernen Anerkennungstheorien erarbeiten zu können. Dazu sollen erstens die historischen Wurzeln der Anerkennungstheorie kritisch rezipiert werden (Fokus: Rousseau und Hegel). Zweitens sollen zentrale Bedeutungsmomente des modernen Begriffsfelds -Anerkennung- besprochen werden (Fokus: sozialtheoretische Bedeutungsdimensionen). Drittens soll die Anwendung der modernen Anerkennungstheorien an konkreten Beispielen diskutiert werden (Fokus: Taylor und Honneth). Neben Primärtexten werden auch Sekundärtexte gelesen.
Leistungsanforderungen: a) Jeder Teilnehmer verpflichtet sich, zur Seminarvorbereitung die Texte anhand von jeweils zwei Orientierungfragen zu erschließen. Diese müssen vorab nicht (!) schriftlich beantwortet werden, sondern dienen der gezielten Texterschließung und Vorbereitung der Diskussion. b) Für alle Arten der Teilnahmebescheinigungen besteht Teilnahmepflicht. Für eine aktive Teilnahme kann ein Impulsreferat gehalten, ein ausführliches Stundenprotokoll oder ein themengebundener Essay geschrieben werden. Für eine Leistungsbescheinigung kann ein Referat schriftlich ausgearbeitet oder eine themengebundene Hausarbeit erstellt werden.
Die zu lesenden Textauszüge ebenso wie ausgewählte Sekundärliteratur werden als pdf-Dateien im EWS-II zur Verfügung gestellt, weshalb eine Anmeldung im EWS erforderlich ist.
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Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Phänomenologie des Geistes, 1807 (unterschiedliche Ausgaben)
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Klaus Vieweg und Wolfgang Welsch (Hg.): Hegels Phänomenologie des Geistes. Ein kooperativer Kommentar zu einem Schlüsselwerk der Moderne, Suhrkamp 2008
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Hans-Christoph Schmidt am Busch (Hg.): Anerkennung, Akademie-Verlag 2009
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Christoph Halbig, Michael Quante (Hg.): Axel Honneth – Sozialphilosophie zwischen Kritik und Anerkennung, Lit Verlag Münster 2004
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Axel Honneth: Das Ich im Wir. Studien zur Anerkennungstheorie, Suhrkamp 2010
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Charles Taylor : Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung, Suhrkamp 2009
Technische Universität Dortmund
SoSe 2012
Braun Florian