Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Das Verständnis von Leben und Tod Weichenstellungen der antiken Philosophie Epikur Platon Seneca Boethius
Vorbesprechung 25.10.2012 von 14.00 - 16.00 Uhr Termine für Blockveranstaltungen Sa 01.12.12, 9:00-17:00 Sa, 12.01.13, 9:00 -17:00 So 02.12.12, 9:00-17:00 So, 13.01.13, 9:00 -17:00 Der Sinn des Lebens beschäftigt die Menschen zu allen Zeiten. Von besonderer Bedeutung ist dabei das...
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Jetzt Lernplan erstellenVorbesprechung 25.10.2012 von 14.00 - 16.00 Uhr
Termine für Blockveranstaltungen
Sa 01.12.12, 9:00-17:00 Sa, 12.01.13, 9:00 -17:00
So 02.12.12, 9:00-17:00 So, 13.01.13, 9:00 -17:00
Der Sinn des Lebens beschäftigt die Menschen zu allen Zeiten. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Verhältnis von Leben und Tod, scheint doch der Tod das Ende der menschlichen Existenz zu bedeuten und einen weitergehenden Zweck des Daseins grundlegend in Frage zu stellen. Es erstaunt nicht, dass diese existentielle Grundsituation auch zu einem beherrschenden Thema der Philosophie wird. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die Denker der Antike, da sie nicht nur nach Lösungen zur Überwindung der Todesfrucht suchen, sondern auch Modelle der philosophischen Todesdeutung liefern, die – freilich in vielfältigen Variationen und Modifikationen – in der Folgezeit bestimmend bleiben. So kreiert der vom antiken Atomismus beeinflusste Denker Epikur (341-271 v. Chr.) eine materialistische Todesvorstellung, welche die gänzliche Unvereinbarkeit von Leben und Tod behauptet. Platon (428- 348 v. Chr.) hingegen sieht im Tod die Trennung des sterblichen Leibes von der unsterblichen Seele, so dass wir mit dem Tod letztlich ins Leben eintreten. Seneca (1-65 n. Chr.) wiederum versucht den Affekt der Todesfurcht mit Hilfe des Ideals des stoischen Weisen auszuschalten. Der zum Tod verurteilte Boethius (ca. 480- 524 n. Chr.) schließlich muss entscheiden, ob die Philosophie angesichts des drohenden Endes tatsächlich einen Weg zur Selbstfindung und ein Heilmittel für die Seele bedeuten kann.
Das Seminar versucht den verschiedenen Deutungen von Leben und Tod nachzugehen und die Zusammenhänge mit den jeweils philosophisch vertretenen Weltbildern aufzuzeigen.
Literaturhinweise: Epikuros. In: Diogenes Laertius: Leben und Meinungen berühmter Philosophen. Buch X. Phil. Bibliothek Bd. 53/ 54. Hamburg 1998. Platon: Phaidon. Übersetzung von F. Schleiermacher. Reclams Universalbibliothek Nr. 918. Stuttgart 1987. Ders.: Apologie des Sokrates. Griechisch-Deutsch. Übers. und hg. von M. Fuhrrmann. Reclams Universalbibliothek Nr. 8315. Stuttgart 1986. L. Annaeus Seneca.. An Lucilius – Briefe über die Ethik. Lateinisch-Deutsch. Übers., eingel. und mit Anm. versehen von M. Rosenbach. Phil Schriften 4. Darmstadt 1999. Boethius, Trost der Philosophie. Lateinisch-Deutsch. Hg. von O. Gigon, Düsseldorf, Zürich 6 2002.
Bemerkung
Vorbesprechung am 25.010.2012 von 14.00 bis 16.00 Uhr
Termine Blockveranstaltung:
Sa 01.12.12, 9:00-17:00 Sa, 12.01.13, 9:00 -17:00
So 02.12.12, 9:00-17:00 So, 13.01.13, 9:00 -17:00
FB 02 Institut für Philosophie
Uni Kassel
WiSe 2012/13
Philosophie HF
Dr.
Bönker Vallon Angelika