Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Der Beitrag von Kirchen Religionen zur Überwindung von Gewalt
In dem Seminar geht es um die Frage, welchen Beitrag Kirchen bzw. Religionen leisten können, um Konflikte zu entschärfen oder zu beenden. Ein aktueller Anlass für das Thema bietet die -Dekade zur Überwindung von Gewalt-, die der -Ökumenische Rat der...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellenIn dem Seminar geht es um die Frage, welchen Beitrag Kirchen bzw. Religionen leisten können, um Konflikte zu entschärfen oder zu beenden.
Ein aktueller Anlass für das Thema bietet die -Dekade zur Überwindung von Gewalt-, die der -Ökumenische Rat der Kirchen- im Januar 2001 in Berlin begonnen hat und im Mai 2011 auf einem Kongress in Kingston/Jamaika auswerten will.
Durch die Lektüre der Dekade - Papiere und historischer Texte soll der Transfer auf ausgewählte gegenwärtige Konflikt- Situationen und ihre Überwindung versucht werden. Beispiele und Personen aus der Geschichte sind die Haltung Martin Luthers im Bauernaufstand, die pazifistische Einstellung der Friedensnobelpreisträgerin von 1905, Bertha von Suttner, die theologischen Gründe Dietrich Bonhoeffers für seinen Widerstand in der Hitlerzeit, die Erklärung der Menschenrechte nach dem Zweiten Weltkrieg, das gewaltfreie Handeln von Mahatma Gandhi bei der Entkolonialisierung Indiens, das ethische Credo -Ehrfurcht vor dem Leben- von Albert Schweitzer und andere -Leuchttürme-.
Ferner sollen Kenntnisse über die traditionellen Friedenskirchen wie die der Mennoniten oder Quäker vermittelt werden sowie ein Blick auf das Friedenspotential von Buddhisten, Konfuzianer, Sikhs oder Muslime geworfen werden.
Dabei geht es immer auch um die Frage, in welche Weise die Thematik -Überwindung von Gewalt- pädagogisch im Religionsunterricht vermittelt werden kann.
Dazu bedarf es der aktiven Mitarbeit der Teilnehmenden durch die Anfertigung von Referaten/Präsentationen sowie dem Interesse an der Diskussion.
Referate und Hausarbeiten können benotet werden.
Als Literatur zur Einführung wird empfohlen: Gerd Theißen, Der Schatten des Galiläers - historische Jesusforschung in erzählender Form, München, 1986 ff ; Eberhard Bethge (Hg.), Dietrich Bonhoeffer - Widerstand und Ergebung, Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft -, München 1951 ff und Carl-Josef Virnich, Der -Deutsche Bauernkrieg- - Einführung, in: www.historicum.net; Kirchenamt der EKD (Hg.): Aus Gottes Frieden leben - für gerechten Frieden sorgen. Eine Denkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Gütersloh 2007; außerdem die neuesten Beiträge zur Vorbereitung der -International Ecumenical Peace Convocation - (IEPC) in Kingston unter www.overcomingviolence.org/iepc.
Bemerkung
Dr. h.c. Rolf Koppe ist evangelischer Theologe und ordinierter Pastor der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Nach Stationen beim Lutherischen Weltbund, im Gemeindepfarramt, der Ausbildung von Vikaren und der Pressearbeit war er von 1988 bis 1993 Landessuperintendent des Sprengels Göttingen und danach bis zur Pensionierung 2006 Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für die Ökumene und Auslandsarbeit. Er hat viele Jahre im Zentralausschuss und Exekutivausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Genf mitgearbeitet.
Seit dem Sommersemester 2008 hat Koppe einen Lehrauftrag an der Universität Kassel.
Er ist zu erreichen in: 37075 Göttingen, Am Papenberg 5 c ;
Tel.: 0551/ 3070545 oder Handy: 01520- 8803216; e-mail: koppe.hartmann@gmx.de
FB 02 Institut für Evangelische Theologie
Uni Kassel
SoSe 2011
Ev.Religion
FB 02 Institut für Evangelische Theologie
Dr.
Koppe Rolf