Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Forschungswerkstatt I Soziale Arbeit Pädagogik bei Behinderung als Gegenstand empirisch quantitativer Forschung Evaluation
In dem Seminar geht es um die Auseinandersetzung mit Grundlagen und Verfahren quantitativ empirischer Analysen sowie um ihren Beitrag zu Theorie und Praxis in der sozialen Arbeit mit behinderten Menschen. Ziel ist es, sozialwissenschaftliche Methoden- bzw. Forschungskompetenz im Rahmen einer...
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Jetzt Lernplan erstellenIn dem Seminar geht es um die Auseinandersetzung mit Grundlagen und Verfahren quantitativ empirischer Analysen sowie um ihren Beitrag zu Theorie und Praxis in der sozialen Arbeit mit behinderten Menschen. Ziel ist es, sozialwissenschaftliche Methoden- bzw. Forschungskompetenz im Rahmen einer oder zweier gemeinsam zu planenden und durchzuführenden quantitativ empirischen Untersuchungen zu vermitteln.
Die eine Untersuchung würde sich vorzugsweise auf -Soziale Netzwerke von Menschen mit Behinderung als informelle soziale Unterstützungsressourcen und ein Index von Lebensqualität/Inklusion- richten. Schwerpunktmäßig wäre die mündliche Befragung von Menschen mit so genannter geistiger Behinderung in unterschiedlichen Lebenssituationen vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten. Bei der Netzwerkuntersuchung kann auf eigene frühere Analysen sozialer Netzwerke von Menschen mit unterschiedlichen und ohne Behinderungen aufgebaut werden und gegebenenfalls eine Erhebung in überregionaler Kooperation (Hamburg, Köln, Freiburg, Dortmund) stattfinden.
Eine zweite alternative Untersuchung könnte in Kooperation mit einer Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft in Kassel erfolgen und eine Mieterbefragung mit unterschiedlichen, abzustimmenden Fragestellungen beinhalten.
Das Seminar ist als Forschungswerkstatt angelegt und soll sich mit einer Erhebungsplanung, -durchführung und -auswertung sowie einer zumindest exemplarischen Ergebnisdarstellung bzw. -interpretation über zwei Semester erstrecken. Der inhaltliche Aufbau des Seminars orientiert sich an den Phasen empirischer Sozialforschung. Schwerpunktmäßig geht es im Wintersemester um:
- Verhältnis von Theorie und Empirie, Erkenntnis- und Verwendungsinteresse einer empirischen Untersuchung, Logik der Forschung
- Definition und Analyse des Untersuchungsproblems,
- Untersuchungsplanung (Hypothesenbildung, Untersuchungsdimensionen usw.),
- Erhebungsverfahren und -instrumente (Befragungsmethode).
Die Bereitschaft, sich aktiv und kontinuierlich an der Seminararbeit einschließlich an der Planung, Durchführung und Auswertung einer empirischen Untersuchung zu beteiligen, wird vorausgesetzt. Es ist vorgesehen, dass die gewonnenen Untersuchungsergebnisse wie auch ihre theoretischen und methodischen Voraussetzungen im Rahmen von Hausarbeiten dokumentiert werden.
Grundlegende Methodenliteratur: Andreas Diekmann (2009): Empirische Sozialforschung. Reinbek b. Hamburg (20. Auflage) oder Helmut Kromrey (2006): Empirische Sozialforschung. Opladen (11. Auflage)
Bemerkung
Die erste Veranstaltungssitzung findet am 21.10.2010 statt.
FB 04 Sozialwesen
Uni Kassel
WiSe 2010/11
Lehrveranstaltungspool FB 04
Soziale Arbeit und Lebenslauf
Helms Gottfried