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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Deutscher Protestantismus 1930 1939 Theologie Politik Kultur

In den kommenden vier Semestern, d.h. bis einschließlich des Sommersemesters 2012 biete ich vier (Haupt-)Seminare an, die inhaltlich aneinander anschließen und die Jahre von 1. 1918 - 1930 WS 2010/2011 2. 1930 - 1939 SS 2011 3. 1939 - 1945...

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In den kommenden vier Semestern, d.h. bis einschließlich des Sommersemesters 2012 biete ich vier (Haupt-)Seminare an, die inhaltlich aneinander anschließen und die Jahre von 1. 1918 - 1930 WS 2010/2011 2. 1930 - 1939 SS 2011 3. 1939 - 1945 WS 2011/12 4. 1945 - 2000 SS 2012 behandeln werden. Während für das kommenden WS vorgesehene Seminar die Jahren zwischen 1918 und dem Beginn der Endkrise der Weimarer Republik behandeln wird, geht die im SS 2011 folgende Veranstaltung auf diese Endkrise selbst, ihre Folgen für die Kirche, den Kirchenkampf 1933/34 und die Friedensjahre des Dritten Reiches mit der Einsetzung der Kirchenausschüsse, der Spaltung der BK 1936 und dem Beginn staatlicher Repressionen gegenüber den Kirchen bis August 1939 ein. Die seltener in den Blick kommenden entscheidenden Jahre zwischen 1937 und 1939 sind von zentraler Bedeutung für die innerkirchlichen Spannungen im Dritten Reich, in denen sich die Konflikte zwischen dem Protestantismus und dem Regime noch einmal in seltener Klarheit abbilden. Die dritte Veranstaltung im WS 2011/12 beschäftigt sich mit der Kriegszeit, in der alles in allem ein ge­wisser Modus vivendi gefunden wurde (um die Heimatfront nicht zu beunruhigen), aber die Kirchenfeindschaft der Partei grundsätzlich anhielt und sich in ihren Führungszirkeln noch verstärkte. Das SS 2012 schließlich ist den Kriegsjahren und dem Neubeginn nach 1945 mit der Gründung der EKD gewidmet. Die kirchenpolitischen Experimente von Partei und Staat im sog. Reichsgau Posen (Wartheland) vermittelten den Protestanten (und Katholiken) eine Vorstellung davon, wie das NS-Sys­tem mit ihnen und ihren Kirchen nach dem ‚Endsieg' umgehen würde. - Die Bildung des Geistlichen Vertrauensrates auf der einen und des Kirchlichen Einigungswerks auf der anderen Seite waren Versuche verschiedener Gruppen, den kirchlichen Zusammenhalt in der schwierigen Kriegszeit aufrecht zu erhalten und - was das Einigungswerk betrifft - zugleich über einen Neubeginn nach Kriegsende nachzudenken und diesen entsprechend vorzubereiten. Dieser Neubeginn wurde auf den Kirchenführerkonferenzen von 1945 und 1947 in Treysa (heute Schwalmstadt) versucht und fand seinen Abschluss mit der Verabschiedung der Grundordnung der EKD 1948 in Eisenach. Für die Jahre bis zur ‚Wende' 1989 kommen Grundlinien der Kirchengeschichte der Bundesrepublik Deutschland sowie der Deutschen Demokratischen Republik in den Blick. Materialien: • Zu Beginn des SS 2011 liegen eine Bibliographie sowie ein Reader mit ausgewählten wichtigen Quellentexten vor. Literaturempfehlungen: • Kurt Nowak, Geschichte des Christentums in Deutschland, München 1995 • Jochen-Christoph Kaiser, -Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts. Der Protestantismus von 1918 bis 1989- in: Thomas Kaufmann/Raymund Kottje/Bernd Moeller/Hubert Wolf (Hgg.), Ökumenische Kirchen­geschichte, Bd. 3: Von der Französischen Revolution bis 1989, Abschnitt X, Teil A, Darmstadt 2007, 181-270 Leistungsnachweis Erwartungen an die Teilnehmenden: • Voraussetzung auch für einen ‚Sitzschein' ist regelmäßig Beteiligung an der Diskussion im Plenum sowie die Übernahme eines bzw. mehrerer Kurzreferate - meist biographische Skizzen zu beteiligten Akteuren. Diese können durchweg den einschlägigen Hilfsmitteln im Internet entnommen FB 02 Institut für Evangelische Theologie Erwartungen an die Teilnehmenden: • Voraussetzung auch für einen ‚Sitzschein' ist regelmäßig Beteiligung an der Diskussion im Plenum sowie die Übernahme eines bzw. mehrerer Kurzreferate - meist biographische Skizzen zu beteiligten Akteuren. Diese können durchweg den einschlägigen Hilfsmitteln im Internet entnommen Uni Kassel SoSe 2011 Ev. Religion NF Ev.Religion Dr. Kaiser Jochen Christoph