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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Deutschland ein Einwanderungsland Migration Integration und die Rolle der Sozialen Arbeit

In der Bundesrepublik Deutschland leben derzeit ca. 7,4 Millionen Ausländer. Dies entspricht etwa 9% der Gesamtbevölkerung. Der Anteil an Mitbürgern, welche einen sog. Migrationshintergrund aufweisen, liegt allerdings weitaus höher. Zu nennen sind hier u.a. die Spätaussiedler, die i.d.R. einen deutschen...

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In der Bundesrepublik Deutschland leben derzeit ca. 7,4 Millionen Ausländer. Dies entspricht etwa 9% der Gesamtbevölkerung. Der Anteil an Mitbürgern, welche einen sog. Migrationshintergrund aufweisen, liegt allerdings weitaus höher. Zu nennen sind hier u.a. die Spätaussiedler, die i.d.R. einen deutschen Ausweis haben. Da jedoch auch sie eine ‚Migrationsbiographie’ vorweisen, stellt sich schnell die bereits aufgeworfene Frage: Deutschland, ein Einwanderungsland? Bevor im Seminar auf diese und andere Fragen eingegangen wird, müssen inhaltliche Grundlagen geschaffen werden. Hierzu ist es nötig, den zunächst recht abstrakten Begriff ‚Integration’ zu definieren. Ferner werden im Seminar die verschiedenen Migrantengruppen portraitiert (Gastarbeiter, Spätaussiedler, Flüchtlinge, EU-Bürger ...) sowie eine Einführung in die zuwanderungsrechtlichen Grundlagen und die Integrationspolitik des Bundes (Nationaler Integrationsplan ‚NIP’, Integrationsgipfel im Kanzleramt ...) gegeben. Im Anschluss daran sollen dann die (vermeintlichen) Probleme, die bei der Eingliederung von Migranten in unsere Gesellschaft aufgetreten sind näher analysiert und die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Förderung der Integration betrachtet werden. So haben sich insbesondere in den letzten fünf Jahren spezifische Fachdienste der Sozialen Arbeit entwickelt, wie z.B. der Jugendmigrationsdienst oder die Migrationserstberatung. Da Interkulturelles Arbeiten jedoch schon lange Querschnittsthema aller Felder der Sozialen Arbeit ist, soll ebenfalls ein (exemplarischer) Blick auf andere Einrichtungen geworfen und diese im Kontext der obigen Fragestellung analysiert werden. Auernheimer, Georg (2003): Interkulturelle Kompetenz – ein neues Element pädagogischer Professionalität? Im Internet: http://www.uni-koeln.de/ew-fak/Allg_paeda/int/pub/ik_kompetenz.html. Stand: 01.09.2007 Auernheimer, Georg (2001): Pädagogische und soziale Institutionen im Zeichen der Migration. In: Auernheimer, Georg (Hrsg.): Migration als Herausforderung an pädagogische Institutionen. Opladen, S.9-16 Bundesregierung, Die (Hrsg.) (2007): Der Nationale Integrationsplan (NIP). Neue Wege – Neue Chancen. Juli 2007. Berlin Gögercin, Süleyman (2004): Zur Integration von Migranten. In: Soziale Arbeit 1.2004, S.16-24 Hamburger, Franz (2001): Migration. In: Otto, Hans-Uwe/Thiersch, Hans (Hrsg.): Handbuch der Sozialarbeit / Sozialpädagogik. 2., völlig überarb. Aufl. Neuwied; Kriftel, S.1211-1222 Han, Petrus (2000): Soziologie der Migration. Erklärungsmodelle, Fakten, politische Konsequenzen, Perspektiven. Stuttgart Hinrichs, Wilhelm (2004): Auf der Suche nach einem Grundkonzept. Ausländerintegration in Deutschland. In: Sozialmagazin. 5.2005, S.12-19 Kulbach, Roderich (2003): Migration – Anforderungen an die Jugendhilfe. In: Soziale Arbeit 1.2003, S.2-7 Müller, Christine (2004): Interkulturelle Kompetenz. Professionelle Herausforderungen Interkultureller Sozialer Arbeit für die Jugendsozialarbeit. In: LAG KJS NRW (Hrsg.): Jugendsozialarbeit aktuell. Nr. 46/2004 Tießler-Marenda, Elke (2006): Ausländerrecht und Bundesvertriebenenrecht. Basics für Sozialprofis. Freiburg im Breisgau Treichler, Andreas/Cyrus, Norbert (Hrsg.) (2004): Handbuch Soziale Arbeit in der Einwanderungsgesellschaft. Frankfurt BemerkungDie erste Sitzung findet am 27. Oktober statt! FB 04 Sozialwesen Uni Kassel WS 2008/2009 Schulz Bernd