Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Dialogisches Denken IV Emmanuel Levinas Humanismus des anderen Menschen
Das dialogische Denken, das in jüdisch-christlicher Tradition u.a. von Philosophen wie F. Ebner, M. Buber, F. Rosenzweig, G. Marcel, K. Jaspers, Karl Löwith und E. Levinas je spezifisch entfaltet wurde, betont die Gegenseitigkeit in der Beziehung zwischen zwei Menschen und...
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Jetzt Lernplan erstellenDas dialogische Denken, das in jüdisch-christlicher Tradition u.a. von Philosophen wie F. Ebner, M. Buber, F. Rosenzweig, G. Marcel, K. Jaspers, Karl Löwith und E. Levinas je spezifisch entfaltet wurde, betont die Gegenseitigkeit in der Beziehung zwischen zwei Menschen und lässt die Personalität aus der Begegnung zwischen ihnen hervorgehen. Nimmt man es ernst, eröffnen sich in diesen Philosophien des Dialogs verwandelte Zugänge zum Menschen und dem Problem des Zwischenmenschlichen.
In jeweils einem Seminar (in vier aufeinander folgenden Semestern) werden sukzessive Repräsentanten der Dialogphilosophie näher betrachtet, nämlich Martin Buber (WS 13/14), Franz Rosenzweig (SS 14), Karl Jaspers (WS 14/15) und Emmanuel Levinas (SS 15).
Jedes dieser Seminare ist eigenständig und setzt nicht die Teilnahme an einem der anderen Seminare voraus.
Ziel dieses Seminars ist es, Emmanuel Levinas’ originäre Deutung der Beziehung zwischen dem Menschen und dem Anderen näher zu untersuchen und auf ihre Möglichkeiten und Grenzen hin zu befragen. Levinas kritisiert traditionelle humanistische Ansätze, weil sie nicht human genug seien. Sie halten nämlich an einer Fokussierung auf das Ich als ein Subjekt fest. Übersehen wird dabei, dass uns der Andere nicht als ein Gegenstand (wie ein Objekt der Wahrnehmung) gegeben ist, sondern uns zutiefst fremd erscheint. Dies ist allerdings nicht vorschnell als Mangel zu bewerten, sondern als eine Chance, oder auch als ein Rätsel, zu dessen Lösung wir beitragen können.
Zugrunde gelegt wird das Buch Humanismus des anderen Menschen.
Textgrundlage: Humanismus des anderen Menschen. Übersetzt und mit einer Einleitung versehen von Ludwig Wenzler. Hamburg 1989.
Anforderungen: Um einen ‚Sitzschein’ zu erhalten, ist es erforderlich, ein Ergebnisprotokoll zu erstellen.
Wird im Laufe des Seminars bekannt gegeben.
FB 02 Institut für Philosophie
Uni Kassel
SoSe 2015
Lehrveranstaltungspool FB 02
Philosophie der Wissensformen
Prof. Dr.
Joisten Karen