Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Die Bühne im Bild Herausforderungen der kunstwissenschaftlichen Analyse von Theaterdarstellungen
: Die Kunstgeschichte bietet eine Fülle an Darstellungen, die Theateraufführungen verbildlichen oder durch Einbindung verschiedener Elemente der darstellenden Kunst an eine Bühnendarbietung erinnern. Die Analyse von Werken mit Theaterbezug stellt eine besondere Herausforderung dar. Bei jeder zweidimensionalen Darstellung eines ephemeren...
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Jetzt Lernplan erstellen: Die Kunstgeschichte bietet eine Fülle an Darstellungen, die Theateraufführungen verbildlichen oder durch Einbindung verschiedener Elemente der darstellenden Kunst an eine Bühnendarbietung erinnern. Die Analyse von Werken mit Theaterbezug stellt eine besondere Herausforderung dar. Bei jeder zweidimensionalen Darstellung eines ephemeren Aufführungsereignisses stellt sich das Problem einer doppelten Abbildlichkeit: bereits die Theateraufführung ist lediglich (ein dramatisiertes) Abbild der Wirklichkeit, ihre bildliche Darstellung muss also zugleich als Zeichen und Abbild jenes Abbildes fungieren.
Das Seminar beschäftigt sich mit Werken der Graphik und Malerei mit Theaterbezug vom 16. bis 18. Jahrhundert aus unterschiedlichen europäischen Kulturkreisen. Die zu untersuchenden Darstellungen sind nicht allein als theaterhistorische Zeugnisse zu betrachten. Es handelt sich zugleich um künstlerisch eigenständige Werke , deren Komposition verschiedenste bildimmanente Faktoren bestimmen: die Erfindungskraft des Künstlers sowie Stil und individuelle Handschrift, Bildkonventionen und -traditionen, Sehgewohnheiten und ihre darstellerischen Codes, die Einhaltung eines bestimmten decorum oder Intentionen eines Auftraggebers müssen vom modernen Betrachter bei der Interpretation berücksichtigt werden. Zu fragen ist zudem, welche Visualisierungsstrategien die Künstler zur Verbildlichung von theatralen Ereignissen entwickeln und wie Darstellungsmodi von einem Medium in ein anderes transferiert werden.
Neben verschiedenen methodischen Ansätzen der Kunstwissenschaft, wird das Seminar sich mit der theaterwissenschaftlichen Teildisziplin der Theaterikonographie auseinandersetzen, die sich mit der Interpretation von theaterhistorischem Bildmaterial beschäftigt. Des Weiteren üben Seminarteilnehmer den Umgang mit den Quellen der historischen Theaterpraxis (etwa gedruckte Fest- und Theaterbeschreibungen, gedruckte Texte von Theaterstücken, Kostüm- und Bühnenbildentwürfe).
Christopher Balme, Einführung in die Theaterwissenschaft, Berlin 42008
Manfred Brauneck, Die Welt als Bühne. Geschichte des europäischen Theaters, Bd.1 und 2, Stuttgart 1993-1996
Erika Fischer-Lichte, Semiotik des Theaters. Eine Einführung, Bd. 1: Das System der theatralischen Zeichen, Tübingen 31994
Theatre Research International 22, 3, 1997: Theatre and Iconography (Special Issue) (online zugängig über KARLA)
Bemerkung
Die Seminare des Studiengangs Kunstwissenschaft sind teilnehmerbeschränkt. Daher ist eine Online-Anmeldung über HIS/POS zwingend notwendig. Diese ist im Zeitraum vom 20.03.2013, 08:00:00 bis zum einschließlich 10.04.2013, 23:59:00 möglich. Die Platzbestätigung wird nach Ablauf der Anmeldefrist per E-Mail verschickt. Der Besuch der ersten Sitzung ist obligatorisch, da der Platz ansonsten im Nachrückverfahren vergeben wird! Studierende, welche keine Platzbestätigung erhalten haben, können dennoch zu der ersten Sitzung erscheinen, um evtl. einen Nachrückerplatz zu erhalten.
B.A. 1.0: I b1, II b1/c, III b1, V b/c, VII a
B.A. 2.0: I b/c, II b1/c, III a/b1, VI a
L1, L2, L3
Voraussetzungen
Das Seminar richtet sich an Studierende ab dem 3. Semester. Ein Reader mit Texten zur Theaterforschung wird den Seminarteilnehmern zur Verfügung gestellt. Der Umgang mit englischsprachiger Forschungsliteratur wird dabei vorausgesetzt. Neben der regelmäßigen Teilnahme (die aus didaktischen Gründen der aufeinander aufbauenden Diskussion der Themen erforderlich ist) ist die Übernahme eines Referates für den Scheinerwerb obligatorisch.
Kunsthochschule Kassel
Das Seminar richtet sich an Studierende ab dem 3. Semester. Ein Reader mit Texten zur Theaterforschung wird den Seminarteilnehmern zur Verfügung gestellt. Der Umgang mit englischsprachiger Forschungsliteratur wird dabei vorausgesetzt. Neben der regelmäßigen Teilnahme (die aus didaktischen Gründen der aufeinander aufbauenden Diskussion der Themen erforderlich ist) ist die Übernahme eines Referates für den Scheinerwerb obligatorisch.
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Kunstwissenschaft
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